Lübeck l  Der FCM trennte sich im Auswärtsspiel vom VfB Lübeck mit 1:1 (1:1). Im ersten Durchgang nahmen sich beide Teams nicht viel. Nur vier Minuten nach der VfB-Führung durch Routinier Mirko Boland (22.) glich Raphael Obermair für den FCM zum 1:1 aus. Nach der Pause war der in Überzahl spielende FCM am Drücker, belohnte sich aber nicht mit dem Siegtreffer. Stattdessen gab es einen späten Elfmeter für Lübeck, den FCM-Keeper Morten Behrens parierte und damit das 1:1 sicherte.

Beim ersten Auswärtsspiel des FCM in Lübeck seit ziemlich genau neun Jahren stellte Coach Thomas Hoßmang sein Team dreimal um. Neben Adrian Malachowski (Leisten-OP) standen etwas überraschend auch die Routiniers Jürgen Gjasula und Sören Bertram nicht in der Startelf.

Mit Sirlord Conteh, Daniel Steininger und Alexander Bittroff spielte der FCM im 4-3-3-System. Beide Teams starteten mit viel Offensivdrang. Soufian Benyamina köpfte eine Lübecker Ecke an den Pfosten (6.), Conteh holte nach einem Steilpass von Andreas Müller einen Freistoß in gefährlicher Position heraus. Müller zirkelte den Ball aus 18 Metern zentraler Position wenige Zentimeter am Tor vorbei (12.).

Boland per Abstauber zum 1:0

Die Gäste gingen früh drauf und kamen so zu weiteren Chancen. Nach einer Flanke des wieder offensiv orientierten Raphael Obermair hielt Beck seine Fußspitze hin und der Ball ging knapp vorbei (16.). Doch als sich die Lübecker mal wieder dem Kasten näherten, konnte der im Mittelfeld aufgebotene Steininger seinen Gegenspieler Pacal Steinwender nur mit einem etwas ungeschickten Foul stoppen und es gab Elfmeter (22.). Den unplatzierten Versuch von Benyamina konnte FCM-Keeper Morten Behrens noch halten, doch Mirko Boland drückte den Ball im Nachschuss zum 1:0 für den VfB über die Linie.

Doch die passende Antwort des FCM ließ nicht lange auf sich warten. Andreas Müller drang ungestört in den Strafraum ein und bediente Obermair, der den Ball mit etwas Glück im zweiten Versuch zum 1:1 über die Linie köpfte (26.). Nach dem Ausgleich war das Spiel ausgeglichen. Der FCM lauerte auf Fehlpässe der Lübecker, suchte immer wieder den schnelen Weg nach vorn. Doch weitere gefährliche Chancen gab es in dem dennoch recht kurzweligen Drittliga-Duell bis zur Pause nicht.

Kein Vorteil aus Überzahl gezogen

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel zunächst von Zweikämpfen und Fouls geprägt. Beim FCM sah Thore Jacobsen  Gelb (50.), hatte kurz danach die erste Chance im zweiten Durchgang. Sein Schuss aus 20 Metern hielt VfB-Torwart Lukas Raeder gut (53.). Die Magdeburger waren danach besser im Spiel, standen defensiv gut und näherten sich dem Lübecker Tor immer wieder an. Und sie bestritten die Schlussphase sogar in Überzahl: Yannick Deichmann vom VfB sah binnen sieben Minuten Gelb-Rot (56./63.)

Doch einen Vorteil konnte der FCM daraus nicht ziehen. Der VfB mauerte, die Magdeburger lauerten auf die Lücke. Doch gefährlich wurde es nur noch einmal auf der Gegenseite. Weil Hoßmang das Spiel schnell machen wollte, den Ball aber berührte, bevor er im Seitenaus war, gab es Freistoß für den VfB. Die Lübecker tauchten dadurch plötzlich wieder im Strafraum auf und der Schiedsrichter zeigte nach einem vermeintlichen Foulspiel von Korbinian Burger in der Nachspielzeit erneut auf den Punkt. Doch Behrens konnte den Elfmeter von Florian Riedel entschärfen und wurde von den Mitspielern für den Punktgewinn gefeiert.