Magdeburg l Und wieder war es ein Sechserschlag. Wenn auch ein etwas anderer als vorige Woche. Sechs Nachrichten setzte der 1. FC Magdeburg gestern Nachmittag innerhalb weniger Minuten auf seinem Twitter-Kanal ab. Darin meldete der Verein die Verpflichtungen von Thore Jacobsen, Dustin Bomheuer und Morten Behrens. Drei weitere Kicker also nach der Bekanntgabe von gleich sechs Neuen vor Wochenfrist.

Bomheuer aus Duisburg

Innenverteidiger Bomheuer fällt in diesem Trio als einziger in die Kategorie „erfahren“. Der 28-Jährige kickte zuletzt beim Zweitliga-Mitabsteiger MSV Duisburg und hat insgesamt 116 Zweitliga-Spiele auf dem Buckel für den MSV und Fortuna Düsseldorf.

„Es war immer ein besonderes Erlebnis für mich, in Magdeburg auflaufen zu dürfen“, sagte er gestern via Twitter-Video in Richtung FCM-Fans. „Ich bin sehr froh, jetzt Teil dieses außergewöhnlichen Clubs sein zu dürfen.“

Torwart aus HSV-Schule

Mit Morten Behrens, dessen Wechsel nach Magdeburg schon gestern früh in Hamburg durchgesickert war, nahm der FCM zudem einen Torhüter unter Vertrag. Wie Alexander Brunst, mit dem er sich um die Nummer eins duellieren wird, kommt der 22-Jährige aus der Schule des Hamburger SV. Dort hatte Behrens erst im vergangenen Jahr einen Profi-Vertrag erhalten.

Jacobsen auf Leihbasis

Der Dritte im Bunde der Neuverpflichtungen ist Thore Jacobsen. Anders als Behrens und Bomheuer kommt der 22-Jährige allerdings auf Leihbasis von Werder Bremen. Dort kickte der Linksverteidiger zuletzt in der zweiten Mannschaft. Er selbst sagte aber per Video-Botschaft: „Ich kann in der Abwehr oder auch im Mittelfeld spielen.“

Mit dem Transfer-Schwung hat der 1. FC Magdeburg seine Planungen für die Drittliga-Saison fast abgeschlossen. Am Montagvormittag startet das Team unter Trainer Stefan Krämer in die Saisonvorbereitung.

Heute Pokal-Auslosung

Zuvor steht aber bereits morgen Abend ein wichtiger Termin an. Im Rahmen der ARD-Sportschau wird 2003er-Weltmeisterin Nia Künzer im Dortmunder Fußball-Museum die erste Hauptrunde im DFB-Pokal auslosen. Und aus Sachsen-Anhalter-Sicht ist diese Auslosung spektakulär: Erstmals sind gleich drei Mannschaften aus dem Bundesland dabei. Neben dem FCM, der als Zweitligist der Vorsaison direkt qualifiziert war, und dem Halleschen FC, der die Qualifikationshürde als Vierter der 3. Liga nahm, schaffte auch Germania Halberstadt als Landespokalfinalist den Sprung.

Was besonders an der Auslosung der ersten Runde ist: Gelost wird aus zwei Töpfen, einem Profi- und einem Amateurtopf. Letzterem werden all die Teams zugeteilt, die in der vergangenen Saison Platz 15 in Liga zwei oder schlechter belegten. Heißt: Alle drei Sachsen-Anhalter-Teams kommen in den Amateur-Topf.

Vorteil eins: Sie können somit nicht direkt aufeinandertreffen. Vorteil zwei: Sie haben die Chance auf einen Top-Gegner aus der ersten Liga. Vorteil drei: Sie haben auf jeden Fall Heimrecht.