Magdeburg l Weil und Ignjovski verstehen sich gut – auf und neben dem Rasen. Beide sind offene Typen, sagen aber auch ihre Meinung, selbst wenn diese mal unbequem ist.

Interessante Konstellation

Es ist eine interessante Konstellation: Beide ergänzen sich auf dem Platz, Ignjovski räumt ab, Weil überzeugt durch offensive Vorstöße. Kurios: Beide spielten bisher nur einmal in der Startelf zusammen auf der Doppel-Sechs – beim 4:4 in Paderborn. Es war ein Spiel, an das Weil mit gemischten Gefühlen zurückdenkt. „,Iggy‘ und mir wurde gesagt, dass das Team mit uns auf dem Platz so viele Gegentreffer kassiert hat“, sagt er. Aber: „Wir sollten nicht vergessen, dass es in der Offensive mit uns richtig gut lief.“

Bisher schafften es beide in dieser Saison noch nicht, sich einen Stammplatz zu erkämpfen. Weil kommt zwar auf zehn von zwölf möglichen Partien, war aber nur 318 von 1080 Minuten auf dem Platz.

Ignjovski mit Einsätzen nicht zufrieden

Beim 27-jährigen Ignjovski sieht es etwas besser aus: Er verbuchte neun Einsätze mit 645 Minuten. Trotzdem ist er nicht zufrieden. „Ich habe mit dem Trainer noch nicht darüber gesprochen, warum ich nicht so viel gespielt habe. Er wird seine Argumente haben“, sagt Ignjovski. Aber: „Natürlich möchte ich häufiger spielen.“ Weil stellt klar, dass Härtel seine Vorstellungen hat, „in denen wir eben momentan keine ganz große Rolle spielen“.

Eine wichtige Rolle könnten beide gegen Regensburg einnehmen. Im defensiven Mittelfeld gibt es durch die Ausfälle der gesperrten Björn Rother und Dennis Erdmann ein personelles Loch, das sie schließen könnten. Aber auch Charles Elie Laprevotte drängt auf sein Saisondebüt. Ob er dies allerdings ausgerechnet in dieser heiklen Saisonphase feiert, ist fraglich. „Wir wissen nicht, ob wir gegen Regensburg gemeinsam im Mittelfeld spielen. Das erfahren wir erst am Spieltag. Wir würden uns aber natürlich freuen“, sagt Weil.

Passsicherheit beim FCM

Für einen Einsatz spricht auch die Sicherheit am Ball und die Erfahrung des 30-jährigen Weil sowie des Ex-Bundesligaspielers Ignjovski. Nach einer Passquote von nur 60 Prozent zuletzt in Darmstadt ist diese Sicherheit zu Hause gegen Regensburg besonders gefordert. „Wir müssen versuchen, mutig, zielstrebig und aggressiv zu spielen. Und wir dürfen nicht gleich bei der ersten Aktion des Gegners einen Gegentreffer kassieren. Das zieht sich gerade wie ein roter Faden durch die Saison“, sagt Weil. Und: „Wir müssen bei den eigenen Chancen konzentrierter sein, müssen unsere Gelegenheiten effizienter nutzen.“

Dass die Regensburg-Partie bei einer Niederlage ein Endspiel für FCM-Trainer Jens Härtel sein könnte, ist für beide eher sekundär. „Es geht nicht um den Trainer, es geht um die Mannschaft. Wir wollen alle gewinnen, unabhängig, wie die Position jedes Einzelnen ist. Der Verein steht im Vordergrund. Wir müssen alles dafür tun, damit der FCM in der 2. Liga bleibt“, sagt Weil.

Härtel ändert Ansprache nicht

In der Ansprache vor der Mannschaft hat Härtel in dieser Woche übrigens nicht viel geändert. Ignjovski sieht das positiv: „Es tut uns gut, dass alles so läuft wie bisher. Alles andere wäre Aktionismus.“

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