Der 1. FC Magdeburg ist nach der Rekordsaison in der 3. Liga mit hohen Erwartungen in die Zweitliga-Saison gegangen. Doch die zuvor noch so erfolgsverwöhnten Spieler, Verantwortlichen und Fans wurden recht schnell auf den harten Boden der Realität zurückgeholt.

Nach neun Punkten aus 13 Spielen wurde Trainer Jens Härtel entlassen. Es zeigte sich, dass die Mannschaft einen neuen Impuls brauchte. Diesen schien Michael Oenning anfangs auch zu bringen, zu Beginn des Jahres 2019 kam in Magdeburg sogar so etwas wie Euphorie auf. Diese verpuffte allerdings mit den Niederlagen in Duisburg und gegen Sandhausen. In diesen Partien verpasste es der FCM, sich von zwei Mannschaften abzusetzen. Von diesen Rückschlägen erholte sich der Club in der Folge nicht mehr.

Einzelnen Hoffnungsschimmern wie den Siegen in Hamburg oder zu Hause gegen Fürth folgten zu oft schmerzhafte Niederlagen. Während sich die Konkurrenz um Sandhausen und Ingolstadt durch Erfolgsserien aus dem Tabellenkeller befreite, wurden der FCM langsam nach unten durchgereicht.

Nach dem feststehenden Abstieg muss dem Club jetzt der Balanceakt gelingen, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, die sich als echtes Team präsentiert und in der unberechenbaren 3. Liga bestehen kann.

Dafür müssen die Verantwortlichen um Geschäftsführer Mario Kallnik und Sportchef Maik Franz auf hungrige Spieler setzen, die im besten Falle Zweitliga-Perspektiven vorweisen. Sie müssen jetzt auch entscheiden, ob Michael Oenning der Trainer ist, mit dem sie diesen ambitionierten Neuaufbau angehen wollen.

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