Magdeburg l Als FCM-Trainer Michael Oenning die Business-Lounge in der MDCC-Arena zum Gesprächstermin betritt, führt ihn sein erster Weg erst einmal direkt ins Stadioninnere. „Mal schauen, wie der Rasen aussieht“, sagt er und lugt hinunter auf das Grün. Dann bleibt sein Blick an der Nordkurve hängen, wo etliche Sitzschalen aufgrund der Umbauarbeiten abmontiert wurden. „Das wird am Freitag eine ungewohnte Situation sein“, meint Oenning. Nicht nur, weil die Fans aus Block U vorübergehend auf die Südtribüne umziehen müssen. Sondern auch aufgrund der dadurch geschrumpften Kapazität auf 19?400 Zuschauer.

Ignjovski wieder voll dabei

Für Oenning sind das dann aber doch eher Nebenkriegsschauplätze. Sein Fokus liegt auf der Partie gegen Heidenheim am Freitag (18.30 Uhr) – und das schon, seitdem er mit seiner Mannschaft in Dresden den Rasen verlassen hat. Die sogenannte Länderspielpause – für den Trainer ist sie letztlich nicht mehr als ein spielfreies Wochenende. „Wir sind ja mitten im Prozess. Seit Montag haben wir mit der gesamten Mannschaft trainiert“, berichtet er. Personalsorgen gibt es beim FCM momentan also keine. „Dadurch, dass Christian Beck im Training schon Teile mitmacht und Aleksandar Ignjovski wieder voll dabei ist, haben wir eigentlich überhaupt keine Ausfälle mehr. Jan Kirchhoff und Rico Preißinger sind zudem wieder voll belastbar.“

Harte Trainingseinheiten

Hier haben sich die spielfreien Tage ausgezahlt. „Es gibt uns die Chance, einzelne Spieler etwas kürzer treten zu lassen. Dafür sind sie für die kommenden, wichtigen Partien wieder voll einsatzbereit“, sagt Oenning. Dennoch: Die Mannschaft habe insgesamt hart trainiert, alle – ob Nachrücker oder Stammkraft – sollen dieselben körperlichen Voraussetzungen haben.

Einzig Torhüter Giorgi Loria, der gestern Abend mit der Nationalmannschaft Georgiens noch ein EM-Quali-Spiel bestritten hat, war nicht dabei. Auf das Heidenheim-Spiel hat das jedoch keine Auswirkungen: „Er ist direkt im Anschluss an das Spiel abgereist. Auf die Minute genau weiß ich nicht, wann er in Magdeburg ankommt“, sagt Oenning und grinst. „Ich denke, er wird sehr motiviert wiederkommen. Er hat zwei Spiele auf hohem Niveau gemacht – wenn er unfallfrei und gesund wiederkommt, dann spielt er.“

Ein ähnlicher Effekt wie nach der Winterpause, als der FCM mit zwei Siegen in die Rückrunde startete, wäre wünschenswert. „Vergleichen kann man die Phasen aber nicht“, stellt Oenning klar, dafür seien die Ansätze doch zu verschieden. „In der Winterpause haben wir die Neuzugänge integriert, das Spielsystem aufgebaut und versucht, Varianten einzubringen. Jetzt liegt die Konzentration punktuell auf den acht kommenden Spielen. Wie gehen wir in jedes einzelne der Spiele, worauf stellen wir uns ein? Wir gehen von Spiel zu Spiel. Deshalb steht erst einmal Heidenheim im Fokus – und nicht der HSV.“

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