Magdeburg l Für den FCM trafen Philip Türpitz (43.) und der eingewechselte Felix Lohkemper (67.). Für Magdeburg war der Erfolg gegen Rostock bereits der sechste Liga-Sieg in Folge. "Ich denke, dass es unter dem Strich ein verdienter Sieg war", sagte FCM-Trainer Jens Härtel in der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Wir hatten besonders in der ersten Halbzeit einige gute Chancen, haben viele Bälle erobert."

Diskussionen zwischen Härtel und Dotchev

Diskussionen gab es noch während der Pressekonferenz zwischen Härtel und Hansa-Trainer Pavel Dotchev. Es ging um einen Zeitungsartikel, in dem ein Hansa-Spieler sagte, dass der FCM nicht so wie Rostock Fußball spiele, sondern mehr mit langen Bällen agiere. "Fußball ist immer noch ein Ergebnissport und wir haben zudem schon oft gezeigt, dass wir sehr wohl guten Fußball spielen können", sagte Härtel. Dotchev fühlte sich persönlich angegriffen, sagte: "Das kann ich so nicht stehen lassen." Kurz darauf verließ er die Pressekonferenz wort- und grußlos.

Härtel änderte seine Startelf auf einer Position. Für den verletzten Felix Schiller rückte Richard Weil in die Mannschaft. Der Coach vertraute taktisch einem 3-4-3-System. Für Gerrit Müller und Tarek Chahed blieb diesmal kein Platz im Kader. Die Rostocker liefen in Erinnerung an ihren verletzten Stürmer Marcel Ziemer zum Aufwärmen allesamt mit der Rückennummer 38 und Ziemers Namen auf. Zu Beginn des Spiels zeigten die FCM-Fans eine Choreografie mit blauen und weißen Schildern. So weit, so schön: Allerdings wurde kurz darauf massenhaft Pyrotechnik gezündet und das ganze Stadion in Nebel gehüllt. Schiedsrichter Robert Hartmann unterbrach die Partie wegen der schlechten Sicht kurzzeitig (6.).

1. FC Magdeburg schlägt Hansa Rostock

Magdeburg (mg) Der 1. FC Magdeburg setzt seine Erfolgsserie fort. Gegen Hansa Rostocl trafen Philip Türpitz und Felix Lohkemper zum 2:0-Heimsieg.

  • Vor dem Ostderby 1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock sorgten die Fans mit einer Choreografie für Gänsehaut-Atmosphäre in der MDCC-Arena. Foto Eroll Popova

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  • Tobias Schwede (links) und Christian Beck vom 1. FC Magdeburg laufen gegen die Hansa-Abwehr an. Foto: Eroll Popova

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  • Philip Türpitz, Neuzugang im Mittelfeld des 1. FC Magdeburg, trifft in der 43. Minute zum 1:0. Foto: Eroll Popova

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  • Christian Beck, Mittelstürmer des 1. FC Magdeburg, bejubelt Torschütze Philip Türpitz (links). Foto: Eroll Popova

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  • Michel Niemeyer (liegend) vom 1. FC Magdeburg scheitert an gleich drei Spielern vom FC Hansa Rostock. Foto: Eroll Popova

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  • Das Spiel 1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock musste unterbrochen werden, nachdem FCM-Fans Pyrotechnik abbrannten. Foto: Eroll Popova

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  • Nils Butzen (links) vom 1. FCagdeburg setzt sich im Zweikampf gegen den Rostocker Fabian Holthaus durch. Foto: Eroll Popova

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  • Der Ex-Rostocker beim 1.FC Magdeburg, Dennis Erdmann, zieht vor Hansa-Spieler Stefan Wannenwetsch ab. Foto: Eroll Popova

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  • Mittelfeld-Abräumer Björn Rother vom 1. FC Magdeburg (links) setzt sich gegen Mike Owusu von Hansa Rostock durch. Foto: Eroll Popova

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  • Der Freistoßrat des 1. FC Magdeburg: Philip Türpitz (links) und Nico Hammann sind gegen Hansa Rostock für Standardsituationen zustädnig. Foto: Eroll Popova

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  • Das Spiel 1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock musste unterbrochen werden, nachdem FCM-Fans Pyrotechnik abbrannten. Foto: Manuel Holscher

    Das Spiel 1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock musste unterbrochen werden, nachdem FCM-Fans Pyrote...

In den ersten Minuten nach der Unterbrechung versuchte der offensiv aufgestellte Club, den FC Hansa schnell unter Druck zu setzen. Doch die Rostocker beschränkten sich keinesfalls nur auf die Defensive. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev setzte auf ein schnelles Umschaltspiel mit Soufian Benyamina in der Spitze. Die beste Magdeburger Chance verursachte ein Rostocker. Nach einem Freistoß von Nico Hammann köpfte Fabian Holthaus knapp über das eigene Tor (16.). Nach der anschließenden Ecke hatte Björn Rother die Führung auf dem Fuß, Hansa-Torhüter Janis Blaswich parierte aber gut. Auf der Gegenseite erwischte Benyamina die FCM-Abwehr auf dem falschen Fuß und zwang Torhüter Jan Glinker zu einer Parade (21.).

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Führung kurz vor der Pause

In der Folge war die Partie etwas zerfahren. Beide Teams suchten ihre Chance über schnelle Konter, wurden dabei jeweils vom Gegner unsanft gestoppt. Die Gastgeber hatten vor allem mit Benyamina und dem agilen Mike Owusu Probleme und fanden nicht immer den richtigen Zugriff. Nach einer halben Stunde hatte Rostock deutlich mehr Ballbesitz und ließ die Kugel sicher durch die eigenen Reihen laufen. Das Härtel-Team eroberte zwar immer wieder den Ball, konnte ihn aber zu selten kontrollieren. In der 39. Minute hatte Magdeburg aber die Riesenchance zum 1:0, als Philip Türpitz frei vor Blaswich auftauchte, an den Ball kam und abzog, aber am Rostocker scheiterte. Vier Minuten später machte es Türpitz besser, als er von Michel Niemeyer gut in Szene gesetzt wurde und den Ball zur FCM-Führung in die Maschen schoss.

In der Halbzeit wechselte Härtel und brachte Kapitän Marius Sowislo für den bereits verwarnten Rother. Der FCM überließ den Rostockern häufig den Ball, hatte in der Defensive aber alles im Griff. Hansa kombinierte bis zum Strafraum zwar ansehnlich, hatte aber kaum nennenswerte Abschlüsse. Einig waren sich beide Fanlager wieder einmal in der gemeinsamen Abneigung gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Entsprechend stimmten Magdeburger und Rostocker Fans Wechselgesänge an und beklatschten diese auch.

Lohkemper kommt und trifft

In der 65. Minute ging Tobias Schwede vom Platz, für ihn kam Felix Lohkemper. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung war es eben jener Lohkemper, der nach einem hinter den Strafraum abgewehrten Ball angerauscht kam und den Ball zum 2:0 für den FCM ins Rostocker Tor beförderte. Für Lohkemper war es bereits der dritte Treffer im vierten Saisonspiel.

Die Partie war nach dem zweiten Treffer entschieden. Rostock schaffte es nicht mehr, sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Kurzzeitig übernahm der Club sogar die Tabellenführung, als Paderborn nach einer 2:0-Führung in Würzburg den Ausgleich kassierte. Entsprechend groß war der Jubel in der MDCC-Arena. Dieser hielt aber nur eine Minute, da Paderborn in der 85. Minute wieder mit 3:2 in Führung ging. Trotzdem freuten sich die Fans natürlich nach dem Abpfiff über den Erfolg im Ost-Derby gegen Rostock und feierten die Mannschaften entsprechend.

FCM: Glinker - Handke, Weil, Hammann - Erdmann, Rother (46. Sowislo) - Butzen, Niemeyer - Türpitz (77. Pick), Beck, Schwede (65. Lohkemper).

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