Magdeburg l Seine Rückkehr nach Magdeburg hatte sich Stefan Krämer sicherlich etwas anders vorgestellt. Der Ex-Trainer, der mittlerweile beim KFC Uerdingen an der Seitenlinie steht, blickte gestern Abend etwas irritiert auf die leeren Ränge in der MDCC-Arena. Auf die von ihm oft gerühmte Stimmung musste er wegen der bundesweiten Geisterspiele verzichten.

Was Krämer dann beim 1:1 (0:1) des 1. FC Magdeburg gegen den KFC Uerdingen zu sehen bekam, dürfte ihm vor allem nach der Pause noch weniger gefallen haben.

Wollitz wechselt diesmal auf sieben Positione

FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz rotierte im 3-5-2-System wie erwartet erneut ordentlich. Im Vergleich zum 1:0 in Würzburg blieb neben der Achse Morten Behrens, Tobias Müller und Mario Kvesic nur Patrick Möschl in der Startelf. Dafür begannen im Sturm diesmal Christian Beck und Sirlord Conteh.

Zu Beginn musste der FCM wie schon gegen Kaiserslautern und in Würzburg eine Schrecksekunde überstehen: Ein Rückpass von Tobias Müller verunglückte völlig und landete bei Tom Boere, dessen Abschluss dann aber schwach war (6.).

Der FCM versuchte, den Gegner früh zu stören und den Ball schnell laufen zu lassen. In der 25. Minute verpasste Christian Beck im Strafraum nach einer Flanke von Patrick Möschl knapp (25.). Ansonsten waren beide Mannschaften im Vorwärtsgang sehr harmlos. Der Club hatte zwar mehr Ballbesitz, machte daraus aber zu wenig.

Aus dem Nichts fiel die KFC-Führung: Tom Boere flankte von der linken Seite, in der Mitte legte Franck Evina mit dem Kopf für Christian Dorda ab, der volles Risiko ging und den Ball in die Maschen drosch (39.).

Kurz nach der Pause hatte Uerdingen die Riesenchance zum 2:0: Nach einem schönen Pass von Patrick Pflücke kam Tom Boere zum Abschluss. FCM-Torhüter Morten Behrens war aber zur Stelle (50.). Auf der Gegenseite legte Mario Kvesic auf Rico Preißinger quer, dessen Schuss aber nicht stramm genug war (52.).

Gjasula verwandelt mit etwas Glück einen Elfm

Der Club war jetzt etwas aktiver und wurde für diesen Aufwand belohnt: Nach einem Pass von Kvesic kam Beck im Strafraum an den Ball und wurde von Assani Lukimya gefoult (54.). Zum Strafstoß trat Jürgen Gjasula an, der zuletzt gegen Kaiserslautern noch verschossen hatte. Der Abwehrchef zielte erneut in die linke Ecke und hatte Glück, dass der Ball von der Hand des KFC-Keepers René Vollath zum etwas schmeichelhaften Ausgleich ins Tor sprang (55.).

Die Partie war jetzt deutlich intensiver. Wollitz brachte innerhalb weniger Minuten Daniel Steininger, Leon Bell Bell sowie Sören Bertram für Conteh, Möschl und Kvesic. Der FCM machte Druck, zwang den Gegner zu Fehlern im Mittelfeld. Im Abschluss war aber Steininger zu hektisch (78.). Da auch Gäste-Abwehrspieler Dominic Maroh danebenköpfte, (90.) blieb es beim Remis.

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