Heidenheim l Dennis Erdmann war verärgert. Der FCM-Abwehrchef sah in der ersten Halbzeit Gelb, weil er nach einer Entscheidung von Schiedsrichter Arne Aarnink ironisch applaudierte. Es war seine fünfte Verwarnung, am Freitag im Heimspiel gegen den Hamburger SV ist Erdmann gesperrt.

Erdmann kritisiert Schiri

Doch was den 27-Jährigen wirklich auf die Palme brachte, war der Umgang des Schiedsrichters mit den Spielern. „Ich will nicht viel über Schiedsrichter sprechen“, sagte er. Aber: „Schon vor dem Spiel kam er zu mir und sagte, dass ich ruhig sein soll, da ich sonst gegen den Hamburger SV nicht dabei bin. So etwas kann man nicht machen“, wetterte Erdmann. Nach einer Stunde wurde er ausgewechselt, zu groß war die Gefahr eines Platzverweises.

Auch Tobias Müller, der wegen eines vermeintlichen Fouls im Strafraum in der Nachspielzeit mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt wurde, war auf den Referee nicht gut zu sprechen. „Ich fand den Platzverweis sehr hart. Ich habe im gesamten Spiel, glaube ich, zwei Fouls gehabt. Ich dachte zunächst, dass mein Gegenspieler wegen einer Schwalbe eine Gelbe Karte bekommt, und hätte nicht gedacht, dass der Schiedsrichter mich vom Platz stellt“, so Müller. Und: „Es ist extrem bitter – für mich und die Mannschaft. Das wird noch zwei Tage wehtun.“

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Kein Elfmeter, Tor war abseits

Die Fernsehbilder bewiesen im Nachgang, dass es keinen Elfmeter hätte geben dürfen, da der Zweikampf außerhalb des Strafraumes war. Diese Szene machte deutlich, dass Schiedsrichter Aarnink keinen guten Tag hatte. Schon dem 2:0 der Heidenheimer ging eine Abseitsstellung des Torschützen Sebastian Griesbeck voraus.

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Am Freitag gegen Hamburg wird FCM-Trainer Jens Härtel jetzt gleich zweimal umstellen müssen, da mit Erdmann und Müller zwei gesetzte Abwehrspieler gesperrt ausfallen.

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