Novo Sancti Petri l FCM-Trainer Michael Oenning war am Sonnabend noch mal gefordert. Am Vormittag gab es zum Abschluss des Trainingslagers im südspanischen Novo Sancti Petri zwei Trainingsgruppen: Eine war auf dem Rasen – mit Spielern wie Björn Rother, Nils Butzen und Tarek Chahed, also mit Akteuren, die in den drei Testspielen wenig Einsatzzeit bekommen hatten. Oenning beobachtete die Gruppe rund 45 Minuten.

Dann machte er sich mit dem Fahrrad auf den Weg zum Strand. Dort absolvierte die zweite Trainingsgruppe eine Einheit unter Anleitung von Fitnesstrainer Dirk Keller.

Kurz vor der Abfahrt der Mannschaft zum Flughafen gönnte sich Oenning dann ein paar ruhige Minuten im Mannschaftshotel. Und er lobte die Leistungsbereitschaft seiner Mannschaft in der Trainingslager-Woche: „Wir haben die Energie in dieser Woche, in den Testspielen immer weiter mitgenommen.“

Energie – das klang ein wenig wie ein Schlüsselwort für das, worauf es auf dem Weg zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ankommen kann. Und die Testspielbilanz darf dem Trainer Hoffnung machen: 2:1 gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, 2:0 gegen den chinesischen Erstliga-Aufsteiger FC Shenzhen und 3:0 gegen den Drittligisten Karlsruher SC. „Für den Kopf ist jedes gewonnene Testspiel gut. Wir haben gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind“, meinte auch FCM-Sportchef Maik Franz.

Das Trainingslager soll zum wichtigen Baustein der Mission Klassenerhalt werden. Die drei Neuzugänge Jan Kirchhoff, Timo Perthel und Steven Lewerenz wirkten bereits gut integriert. Zudem waren die Bedingungen nahezu optimal. Bei Temperaturen um 15 Grad und mit einem Rasen, der so gut war, dass Oenning scherzte: „Ich habe jedes Mal ein schlechtes Gewissen, wenn ich drauftrete.“

Alleine die Verletzung von Perthel, der sich einen Mittelhandbruch zuzog, sowie Blessuren bei Joel Abu Hanna, Richard Weil, Tarek Chahed und Jan Kirchhoff trübten die Stimmung. Trotzdem: Die Verantwortlichen waren mit der Woche in Spanien zufrieden.

Auffällig ist: Die Mannschaft wirkt sehr fokussiert. Der Blick ist auf den 29. Januar gerichtet, wenn es im ersten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue in der 2. Liga wieder ernst wird. Für Oenning und sein Team ein Spiel, für das er klare Vorstellungen hat: „Wir wollen unserer offensiven Spielstil auch gegen Zweitliga-Teams auf Augenhöhe durchbringen.“

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