Magdeburg l FCM-Sportchef Maik Franz muss in diesen Tagen viele Fragen beantworten. Natürlich auch zu Joachim Streich, der im Volksstimme-Interview FCM-Trainer Jens Härtel scharf kritisierte. Hierzu positionierte er sich klar, betonte, dass es intern ruhig ist, es einen permanenten und guten Austausch gibt. „Der Fokus gilt jetzt dem kommenden Gegner Regensburg“, erklärt Franz.

Kurios ist: Regensburg weist viele Parallelen zum FCM auf. Beide Vereine kämpften in der Saison 2015/16 um den Aufstiegsrelegationsplatz in der 3. Liga. Regensburg hatte die Nase vorn, stieg in die 2. Liga auf. Der FCM folgte in diesem Sommer. „Die Regensburger gehen einen ähnlichen Weg wie wir. Sie haben auch noch einige Spieler aus Regionalliga-Zeiten im Kader“, betont Franz.

Schwacher Start wie der FCM

Wie der Club aktuell hatte auch der Jahn vor einem Jahr Startschwierigkeiten, hatte nach sieben Spielen erst sechs Punkte und war auf Tabellenplatz 16. Doch Regensburg kämpfte sich aus der Krise, kratzte am Ende der vergangenen Saison als Fünfter mit 48 Punkten sogar am Durchmarsch in die Bundesliga. „Sie hatten vor einem Jahr auch Anlaufschwierigkeiten in der 2. Liga, haben dann aber ihren Weg gefunden“, sagt der Sportchef, der den kommenden Gegner zusammen mit Geschäftsführer Mario Kallnik in Bochum beim 3:3 beobachtet hatte und beeindruckt war.

Jahn und FCM: Kleiner Etat

Eine weitere Parallele zu Magdeburg: Regensburg ging seinen Weg mit überschaubaren finanziellen Mitteln, mit einem im Vergleich zur Konkurrenz bescheidenen Etat. „Der Jahn zeigt uns, dass wir einen ganz ähnlichen Weg in der 2. Liga gehen können. Dahingehend können wir uns an Regensburg orientieren. Das funktioniert aber nur, wenn wir unsere Stärken dauerhaft auf den Platz bekommen und unseren Entwicklungsprozess weiter voranbringen“, versichert Franz.

Auch der Spielstil des kommenden FCM-Gegners kommt dem einen oder anderen Magdeburger vermutlich bekannt vor. „Regensburg steht kompakt, tritt geschlossen auf. Es gibt einige gute Fußballer im Team, die Mannschaft hat ein gutes Umschaltspiel, kann aber auch eklig auftreten“, sagt Franz. Und: „Das ist ein ähnlicher Ansatz wie bei uns. Ich bin auch davon überzeugt, dass sie keinen stärkeren Kader als wir haben. Bisher haben sie es eben besser gemacht.“

Jetzt treffen beide Mannschaften am Sonntag aufeinander. Für den FCM ist diese Partie richtungsweisend. Gelingt der Befreiungsschlag oder verschärft sich die Krise weiter? Franz hat klare Erwartungen: „Wir müssen entschlossen vorangehen. Die Regensburger sind bei allen Stärken auch schlagbar. Wir müssen aber an unser Leistungslimit gehen, damit wir den ersten Heimsieg der Saison feiern“, fordert er. Und: „Natürlich sind bei uns alle heiß. Wir müssen aber die Leidenschaft und Schärfe dauerhaft auf den Platz bekommen.“

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