Magdeburg l Der FCM will mit dieser Maßnahme die Gefahr einer Ausbreitung des Virus innerhalb des Teams verhindern. „Es ist nicht vertretbar, dass die Spieler in der Kabine eng nebeneinander sitzen", sagt FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik. "Wir haben sie deshalb aus dem Trainingsbetrieb herausgenommen, ihnen aber ein spezielles Trainingsprogramm an die Hand gegeben, das sie zu Hause absolvieren sollen."

Wirtschaftliche Probleme für Vereine

Am Montagnachmittag sitzen Vertreter der Drittligavereine mit dem Deutschen Fußball-Verband (DFB) bei einer Video-Konferenz zusammen, um darüber zu beraten, wie es mit der Saison weitergehen soll. "Es ist davon auszugehen, dass es auf eine Aussetzung des Spielbetriebs hinausläuft, was im ersten Schritt auch nachvollziehbar ist", sagt Kallnik. Aber: "Diese Entscheidung würde einige Probleme mit sich bringen, die sich auf die Wirtschaftlichkeit der Drittligisten auswirkt."

Was er meint: Die Vereine könnten bei einer Aussetzung des Spielbetriebs nicht auf Maßnahmen der Bundesregierung eingehen. "Damit meine ich bewusst das Thema Kurzarbeit", betont Kallnik. "Bei einer Aussetzung müssten wir davon ausgehen, dass der Spielbetrieb in drei bis vier Wochen weitergeht. Bei einem frühzeitigen Saisonabbruch wäre das anders."

Der FCM müsse wegen der Corona-Krise mit einem finanziellen Verlust im schlimmsten Fall bis zu einer Million Euro rechnen, der durch das Eigenkapital (momentan 3,3 Millionen Euro) aufgefangen wird. "Es zeigt sich, dass unsere Vereins-Philosophie der vergangenen Jahre richtig war, um selbst auf solch spezielle Situationen reagieren zu können", hebt FCM-Präsident Peter Fechner hervor.

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