Dessau l Christian Beck war der Frust anzumerken. Der Kapitän des 1. FC Magdeburg war nach dem 3:0 (1:0) im Landespokal beim Verbandsligisten Dessau 05 weit davon entfernt, irgendetwas schönzureden. „Wir haben uns sehr schwer-getan. Für uns war in erster Linie wichtig, dass wir weiterkommen. Nur das zählt, nach dem anderen fragt jetzt niemand mehr“, sagte er.

Ein Eigentor bringt die Entscheidung

Der FCM hatte wie schon zuletzt in der 3. Liga gegen einen tief stehenden Gegner große Probleme, Tore zu erzielen. Der Treffer von Sirlord Conteh (28.) war lange Zeit das einzige Erfolgserlebnis. Viel zu lange musste der drei Klassen höher spielende FCM auf das zweite Tor warten. Bezeichnenderweise war es mit Christian Chidera ein Dessauer, der durch sein Eigentor neun Minuten vor Schluss die Entscheidung zugunsten der Magdeburger besorgte.

„Wir hatten zahlreiche Chancen. Wenn wir sie früher genutzt hätten, wäre es für uns deutlich leichter geworden“, sagte Beck. Björn Rother (2.), Sirlord Conteh (12./25./50.), Marcel Costly (15./27.), Tarek Chahed (23./52.) und Leon Bell Bell (42./62./68.) vergaben aber allesamt – und machten es somit unnötig spannend.

Rother sagte: „Irgendwann musste ich lachen. Der Gegner hat mehrfach auf der Linie geklärt, wir hätten auch den einen oder anderen Elfmeter bekommen müssen.“ Er betonte aber auch: „Klar ist, dass wir in einem solchen Spiel einfach mehr Tore machen müssen. Es hätte uns sicherlich gutgetan, wenn wir uns mal durch zwei, drei Treffer mehr belohnt hätten.“

Krämer kritisiert fehlende Konsequenz

Auch FCM-Trainer Stefan Krämer war unzufrieden: „Mir hat in der ersten Halbzeit häufig die Qualität der letzten Pässe und zudem die Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gefehlt.“ Doch für diese Konsequenz gibt es ja Christian Beck. Der Kapitän beseitigte durch seinen Treffer jegliche Restzweifel an einem Weiterkommen des Favoriten (89.). Der Torjäger war diesmal erst in der 68. Minute eingewechselt worden.

Tarek Chahed, der für Beck weichen musste, war im Gegensatz zu manchen Kollegen gar nicht so unzufrieden: „Wir haben es mit verschiedenen Lösungsansätzen probiert, die wir im Training einstudiert hatten. Ich finde, dass uns das gut gelungen ist, nur die Tore sind zu spät gefallen.“

Dass sich der FCM in der 3. Liga und selbst im Landespokal momentan schwertut, ist für Beck unterdessen keine Überraschung: „Es war zuletzt zu sehen, dass das ganze Drittliga-Jahr nicht leicht wird. Wir müssen weiter hart arbeiten, dann werden wir uns auch belohnen“, sagte er.

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