Zwickau l Der FCM enttäuschte vor allem in der ersten Halbzeit über weite Strecken, ließ Zwickau zu viel spielen. Nach der Pause steigerte sich der Club deutlich.

Tore

keine.

Aufstellung

FCM: Brunst - Ernst, Müller (86. Harant), Koglin, Perthel (46. Jacobsen) - Laprévotte, Gjasula - Costly, Preißinger, Bertram (79. Roczen) - Beck.

Taktik

Krämer nahm im Vergleich zum 2:4 gegen Braunschweig drei personelle Veränderungen vor: Für den gesperrten Björn Rother rückte wie erwartet Brian Koglin in die Innenverteidigung. Zudem schaffte Mario Kvesic es nicht rechtzeitig, sich von seinen Sprunggelenkproblemen zu erholen. Für ihn lief Charles Elie Laprévotte auf, Rico Preißinger rückte im 4-2-3-1-System auf die Spielmacher-Position von Kvesic. Auf der rechten Abwehrseite wiederum bekam Dominik Ernst seine Chance. Er erhielt den Vorzug vor Tarek Chahed, der angeschlagen war - und deshalb nicht mal im Kader stand.

Spielverlauf

Zwickau machte gleich zu Beginn Druck und holte eine Ecke heraus. In der dritten Minute forderten die FSV-Fans einen Elfmeter, als Timo Perthel den Ball mit der Schulter berührte - Schiedsrichter Robert Kempter ließ aber zurecht weiterspielen. Auf der Gegenseite hatte Marcel Costly die erste Gelegenheit (5.).

Die Partie war sofort intensiv, so wie sich die Fans das in der gut gefüllten Arena vorgestellt hatten. Der FCM hatte gegen die mutigen Zwickauer deutlich weniger Ballbesitz als zuvor erwartet. Der Club zeigte sich wie schon zum Auftakt gegen Braunschweig in der Defensive zu unsicher - und war auch ansonsten in den Zweikämpfen häufig nicht präsent. Eine weitere Gastgeberchance hatte Fabio Viteritti nach einer Viertelstunde. Viele Angriffe gingen über die linke Seite von FCM-Verteidiger Timo Perthel, der große Probleme mit dem Ex-Magdeburger Morris Schröter hatte.

Die Trinkpause nach 23 Minuten kam für den Club einer Erlösung gleich: Danach spielte weiter vor allem der FSV - erneut setzte sich Schröter gegen Perthel durch und schoss nur knapp links vorbei (32.).

In der Halbzeit reagierte Krämer: Für Perthel kam Jacobsen, der im defensiven Mittelfeld neben Laprévotte auflief. Taktisch wechselte der Coach auf ein 3-5-2 mit Gjasula als Abwehrchef. Ernst (rechts) und Costly (links) rückten ins Mittelfeld auf die Außenpositionen - und zogen sich in der Rückwärtsbewegung zu einer Fünferkette zurück. Im Sturm spielte jetzt Bertram neben Beck.

Doch die erste Chance hatte wieder Zwickau: Nachdem der FCM nicht klären konnte, verzog Gerrit Wegkamp nur knapp (47.). Doch nach der Taktikumstellung bekam der FCM das Spiel in der Folgezeit immerhin besser in den Griff, hatte viel mehr Ballbesitz sowie kontrollierte das Geschehen. Zwickau war jetzt deutlich ungefährlicher in der Offensive, außerdem unterliefen dem Team häufiger Fehlpässe.

Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Krämer Neuzugang Anthony Roczen für Sören Bertram - für den Stürmer war es das Profidebüt (79.). Sechs Minuten vor Schluss musste Tobias Müller nach einem Zusammenstoß mit Elias Huth vom Platz - das sah nach einer Gehirmerschütterung aus. Für ihn kam Philipp Harant ins Spiel. Kurz danach hatte der FCM plötzlich die Riesenchancen zur Führung: Christian Beck legte auf den völlig freien Marcel Costly auf, der zentimeter am Gästetor vorbeischoss.

Fazit

Der FCM blieb vor allem in der ersten Hälfte sehr viel schuldig - sowohl spielerisch als auch kämpferisch. Das Krämer-Team hatte Glück, dass es zur Pause 0:0 stand. Nach dem Seitenwechsel griffen die Wechsel des Trainers - und der FCM hätte kurz vor Schluss sogar fast den Siegtreffer erzielt.

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