Magdeburg l Nach seiner Suspendierung, die für ihn „keine einfache Zeit“ war, ist Jürgen Gjasula wieder ein wichtiger Bestandteil der FCM-Defensive und trug auch zum Erfolgserlebnis des Drittligisten in Zwickau bei.

"Das ist Vergangenheit"

Jürgen Gjasula hat in seiner Karriere schon so einiges erlebt und ist wohl der abgeklärteste Spieler des 1. FC Magdeburg. Bewiesen hat er das beim 1:0-Sieg des Drittligisten in Zwickau nicht nur auf dem Platz, sondern auch im anschließenden Gespräch über die Zeit seiner Suspendierung. Dass er kürzlich genau wie Sören Bertram für zwei Wochen eine „Denkpause“ vom Trainerteam erhielt, beschäftigte ihn natürlich. „Das war keine einfache Zeit, als Fußballer willst du immer auf dem Platz stehen“, sagte der 34-Jährige. „Das war nicht schön für mich, ich will aber auch nicht lange darüber nachdenken. Das ist Vergangenheit“, betonte er weiterhin.

Im Training habe er sich „voll reingehauen“ und dem Trainer sowie den Mitspielern damit gezeigt, das „ich mich unterordne, für die Mannschaft da bin und alles für deren Erfolg tue“. Auswärtssiege wie in Zwickau geben ihm dabei recht. Wie schon in Ingolstadt bot ihn der Trainer von Beginn an auf, dieses Mal aber nicht im defensiven Mittelfeld, sondern als zentraler Innenverteidiger in einer Dreierkette. „Wir wussten, dass das gut funktioniert. Das haben wir in der vergangenen Saison ja schon so gespielt“, begründete Hoßmang seine Entscheidung und sagte über den Routinier zudem: „Er ist sehr ballsicher und hat mit seiner Passqualität gute Lösungen im Aufbauspiel.“ Ein Extralob sei aber dennoch nicht angebracht, war doch die „gesamte Mannschaft sehr stabil“.

Ordentliches Spiel gemacht

Was auch Gjasula so gesehen hat: „Die Mannschaft hat ein sehr ordentliches Spiel gemacht und bis zum Schluss alles reingeschmissen. Es ist halt schwierig, 90 Minuten keine Chance zuzulassen“, sprach er die guten Zwickauer Möglichkeiten von Marco Schikora (45.) und Ronny König (84.) an. Dass im eigenen Spiel nicht so viel nach vorn ging und die einzige FCM-Chance das Siegtor von Andreas Müller war, kommentierte der Deutsch-Albaner kurz und knapp: „Das brauchst du halt manchmal.“

Gerade, wenn die Abstiegszone verlassen werden soll. Heute fängt es laut Gjasula im Training „wieder bei Null“ an. Denn der 1,89 Meter große Rechtsfuß weiß, dass der FCM nun nachlegen muss. Beim Flutlichtspiel gegen Meppen am Freitagabend „wollen wir die nächsten drei Punkte holen“, blickte er voraus. Und nach seiner frühen Gelb-Roten Karte in Ingolstadt, die ihn gegen Rostock zu einer Pause zwang, will er dabei erneut über 90 Minuten helfen. In Zwickau kam er fast gänzlich ohne Fouls aus. So ist er weiter wichtig für Hoßmang, zu dem er ein „gutes Verhältnis“ hat. Mehr wollte Gjasula dazu aber eben auch nicht sagen, sondern seine Antworten eher auf dem Platz geben.

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