Magdeburg l Direkt vor dem Anpfiff hüllten die Kölner Fans die Gästetribüne in eine riesige rote Rauchwolke. Grund war der Einsatz von Pyrotechnik. Und davon hatten die Gäste am Sonntag einiges aus der Domstadt mitgebracht.

Neben Pyrotechnik flogen auch Leuchtraketen und Rauchbomben. Der traurige Höhepunkt dann in der 54. Minute kurz nach dem Ausgleichstreffer des FCM: Kölner Chaoten warfen angezündete Pyrotechnik in den prall gefüllten Heimbereich, der momentan wegen der Umbauarbeiten in der MDCC-Arena direkt an den Gästeblock grenzt. Club-Stadionsprecher Torsten Rohde versuchte zu beruhigen: „Ihr müsst doch wissen, wie gefährlich solche brennenden Gegenstände sind. Lasst das sein!“

Schiedsrichter unterbricht Spiel

Doch es kam noch schlimmer: FCM-Anhänger warfen jetzt von ihrer Seite Gegenstände in den Kölner Block. Es ging hin und her. Schiedsrichter Sven Waschitzki unterbracht die Partie rund sechs Minuten. Polizei rückte in den Gästeblock ein, trieb die Kölner Anhänger zur Seite, um Platz zwischen beide Lager zu bekommen.

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Einige Magdeburger Chaoten zogen sich wieder Sturmhauben auf. Es war ein bekanntes Bild: Schon vor einer Woche beim 0:3 bei Union Berlin standen sie im Mittelpunkt. Diesmal allerdings konnten die Kölner kaum genug bekommen. Selbst als das Spiel fortgesetzt wurde, zündeten sie immer wieder Pyrotechnik, warfen mit Gegenständen. Es waren traurige Begleitumstände zum Zweitliga-Abschied des 1. FC Magdeburg.

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