Magdeburg l In den vergangenen Tagen wurden viele Namen gehandelt, wenn es um den neuen Trainer des 1. FC Magdeburg ging. Jetzt haben sich die Verantwortlichen des FCM aber offensichtlich entschieden: Wie die Volksstimme erfuhr, soll Stefan Krämer der neue Mann an der Seitenlinie werden.

Der 52-Jährige ist im Osten kein Unbekannter: Von Mitte 2014 bis September 2015 trainierte er den FC Energie Cottbus, von Januar 2016 bis Oktober 2017 Rot-Weiß Erfurt. Seine erfolgreichste Zeit hatte Krämer aber zwischen 2011 und 2014 bei Arminia Bielefeld, als er mit dem Verein in die 2.  Bundesliga aufstieg. Zuletzt coachte er bis Januar 2019 den KFC Uerdingen.

Das Anforderungsprofil der FCM-Bosse um Geschäftsführer Mario Kallnik und Sportchef Maik Franz war klar. „Der neue Trainer muss gut kommunizieren, akribisch an der Entwicklung der Mannschaft sowie der Spielphilosophie arbeiten und teamfähig sein“, erklärt Kallnik. „Wichtig ist, dass wir unsere bisherige Spielphilosophie weiterentwickeln. Wir müssen weiterhin auf Pressing setzen, aber auch den unter Michael Oenning eingeschlagenen Weg der spielerischen Linie weiter ausbauen.“

Krämer scheint in diese Schablone zu passen: Er gilt als kommunikativ, legt aber bei aller Lockerheit trotzdem viel Wert auf Disziplin. „Meine Spieler können mich ruhig duzen. Für mich bedeutet Autorität nicht, autoritär zu sein. Trotzdem ist mir Disziplin wichtig“, betonte er bereits vor einigen Jahren. Der gebürtige Mainzer bezeichnet sich selbst als positiv fußballverrückt. „Fußball ist mein Lebenselexier.“

Auch taktisch gilt er als Trainer, der gerne tüftelt. Krämer bevorzugt ein gepflegtes Gegenpressing, ohne den Ball in der Vorwärtsbewegung nur lang nach vorne zu schlagen.

Vorgestellt werden soll Krämer wohl spätestens am Mittwoch. Klar ist: Er steht vor der Herausforderung, eine neue Mannschaft aufzubauen, die mittelfristig die Rückkehr in die 2. Bundesliga schaffen soll.

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