Magdeburg l Es könnte so einfach sein, wie in der 61. Minute: Mittelfeldspieler Rico Preißinger passte sehenswert auf die linke Seite zu Michel Niemeyer, der bis zur Grundlinie lief. Seine Flanke war wie für Christian Beck gemacht, dessen Kopfball das Bielefelder Tor nur ganz knapp verfehlte.

Qualität ist vorhanden

Diese Szene zeigte, dass der FCM auch in der Offensive die Qualität besitzt und die Gegner in der 2. Bundesliga vor Probleme stellen kann. Das Team kommt aber zu selten über Ansätze hinaus. Beck hängt als Mittelstürmer meist in der Luft. Gegen Bielefeld schlugen die Defensivspieler den Ball zu schnell und zu oft lang auf den Offensivspieler. Dieser stand mit dem Rücken zum gegnerischen Tor und hatte kaum Möglichkeiten, sich in seinem Bereich, dem Strafraum, gefährlich zu positionieren.

Flanken von außen wie von Niemeyer waren dagegen Mangelware. Entsprechend gefrustet war Beck nach dem Abpfiff: „Wir haben viel investiert, hatten auch ein paar Chancen. Es ist schön, wie wir kämpfen und immer alles geben. Wir müssen uns jetzt aber auch mal belohnen, können nicht immer nur quatschen. Daran müssen wir arbeiten, dürfen keine Ausreden mehr suchen.“

FCM gegen Arminia

Magdeburg (md) l Der 1. FCM hat auch gegen Arminia Bielefeld keinen Sieg einfahren können. Es blieb beim 0:0.

  • Arminia-Torhüter Stefan Ortega Moreno (l.) und FCM-Angreifer Christian Beck im Zweikampf. Foto: Eroll Popova

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  • Marcel Costly (l.), in dieser Szene im Zweikampf mit Florian Hartherz, war in der ersten Halbzeit der auffälligste Spieler beim 1. FC Magdeburg. Foto: Eroll Popova

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  • Das Publikum in Magdeburg gab wieder einmal alles, muss aber weiterhin auf den ersten

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  • Nils Butzen ist seit Saisonbeginn der neue Kapitän des 1. FC Magdebur, war auch gegen Arminia Bieldelfeld bemüht, konnte aber keine entscheidenden Akzente setzen. Foto: Eroll Popova

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  • Torwart Alexander Brunst feierte im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld sein Zweitligadebüt und zahlte das Vertrauen von Trainer Jens Härtel mit einer guten Leistung zurück. Foto: Eroll Popova

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  • Ausstrahlung: Brunst überzeugte nicht nur durch gute Paraden, sondern auch durch seine gute Körpersprache. Foto: Eroll Popova

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  • In der zweiten Hälfte wurde es auf der rechten Angriffshälfte der Magdeburger ruhiger. Foto: Eroll Popova

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  • Michel Niemeyer (Mitte) ackerte über die linke Seite, leistete sich aber vor allem in der zweiten Hälfte im Konterspiel zu viele Fehlpässe. Foto: Eroll Popova

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  • Marius Bülter kam zehn Minuten vor Ende der Partie ins Spiel, konnte aber keine nennenswerten Akzente setzen. Foto: Eroll Popova

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Beck fordert mehr Flanken

Der 30-Jährige warb mit Blick auf die Chance über Preißinger und Niemeyer für mehr Flanken: „Man hat gesehen, dass es gleich gefährlich wird, wenn eine Flanke mal reinkommt. Meine Stärke ist das Kopfballspiel, deshalb wäre es schön, wenn ich mehr Flanken bekommen würde.“ Aber: „Für die Außen ist es allerdings auch nicht einfach, weil sie defensiv viel arbeiten müssen.“

So gut es in der Verteidigung um den starken Abwehrchef Dennis Erdmann momentan läuft, so sehr stottert der Motor im Spiel mit dem Ball. „Defensiv stehen wir gut, lassen kaum etwas zu. Daran hakt es nicht. An der Spielfortsetzung müssen wir aber arbeiten“, forderte Erdmann.

Zu wenig Impulse von Preißinger

Erste Anspielstationen sind im defensiven Mittelfeld Björn Rother und Rico Preißinger. Beide wurden aber entweder von langen Bällen überspielt oder schafften es nicht, eigene Impulse zu setzen. Öffnende Pässe wie von Preißinger auf Niemeyer kamen von dem Neuzugang zu selten. Der 22-Jährige gab sich selbstkritisch: „Wir wollten den Ball noch häufiger über die Abwehr chippen. Wir müssen uns offensiv mehr zutrauen. Man hat ja gesehen, dass wir Fußball spielen können.“

Bielefeld machte es vor, ließ den Ball flach und schnell durch die eigenen Reihen laufen. FCM-Trainer Jens Härtel war trotzdem nicht unzufrieden. „Bielefeld war die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben. Da muss man auch mal mit einem Punkt leben, wenn man kein Tor macht“, sagte er. Härtel stellte aber auch klar: „Wir haben die Mannschaft, die wir haben. Es wird auch in Zukunft nicht einfacher, wir werden aber ganz sicher nicht aufgeben.“

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