Magdeburg l Normalerweise hätten die Spieler und Trainer des 1. FC Magdeburg in diesen Tagen gemeinsam gefrühstückt und Mittag gegessen. Vor allem, damit sich die zehn externen Neuzugänge in das Drittliga-Team integrieren können. Doch der positive Corona-Fall eines Spielers und die daraufhin angeordnete häusliche Quarantäne machten dem FCM einen Strich durch die Rechnung.

Mindestens bis zu den ersten Ergebnissen, die heute Vormittag erwartet werden, gilt es nun also, das Teambuilding anders zu gestalten. „Dass wir gerade nicht zusammen sein können, ist sicherlich schade, aber die Spieler müssen jetzt auf andere Weise kommunizieren“, fordert Coach Thomas Hoßmang. Auch Führungsspieler Tobias Müller schlägt in die gleiche Kerbe: „Wir können ja trotzdem in Kontakt treten, uns anrufen oder Nachrichten schreiben.“

Müller gibt Tipps bei Wohnungssuche

Der 26-Jährige hat das auch schon getan, steht im Austausch mit Neuzugang Kai Brünker, mit dem er von 2015 bis 2017 in der U 23 des SC Freiburg zusammenspielte. Schon bei der Wohnungssuche hat er dem neuen FCM-Stürmer Tipps gegeben. Und diese brauchen jetzt auch andere Neulinge. Denn einige Spieler haben in Magdeburg noch keine Wohnung gefunden. „Ich denke, dass wir da alle zusammen helfen können, dass der Einzug so schnell wie möglich über die Bühne geht“, zeigt sich Müller optimistisch.

Auch wenn die Hilfsbereitschaft groß ist, einfache Tage sind das gerade dennoch nicht für die FCM-Kicker. „Das ist natürlich ein extrem ärgerlicher Zeitpunkt, gerade wenn man sich eigentlich finden will“, kommentiert Müller den Corona-Fall.

FCM-Training in den eigenen vier Wänden

Er ist zudem von der Quarantäne nicht angetan: „Das ist nicht schön, in der eigenen Wohnung eingesperrt zu sein“, sagt er und fühlt sich wie viele seiner Mitspieler an die Vorsaison erinnert, als die Saison gut drei Monate unterbrochen war. „Ich dachte, es normalisiert sich alles.“

Nein, Corona ist weiterhin ein bestimmendes Thema. Uns so durften die Magdeburger gestern zumindest für den Corona-Test die Wohnung verlassen. „Das ging dieses Mal nicht durch den Rachen, sondern durch die Nase. Das war sehr unangenehm“, gibt der Innenverteidiger einen Einblick.

Warten auf Corona-Testergebnisse

Sicher ebenfalls kein Vergnügen war es, das Trainingsprogramm in der eigenen Wohnung durchzuziehen. Sind schon die dauerhaften 30 Grad und mehr Grund genug zum Schwitzen, wird die Transpiration vom verordneten hochintensiven Intervalltraining in den eigenen vier Wänden nicht gerade gedrosselt. Doch Müller sieht natürlich auch den Sinn darin, den Puls hochzutreiben. „Die Grundlagenausdauer, die wir vor der Vorbereitung hatten, soll ja nicht wieder verloren gehen.“

Bestenfalls könnte sie ab heute sogar verbessert werden. Sind die Testergebnisse negativ, könnten die Spieler danach die Wohnung wieder verlassen und selbstständig Läufe durchführen. Ab dem Wochenende könnte wieder in Kleingruppen trainiert werden. Zunächst bleibt allerdings nur die Ungewissheit. Und eben das Teambuilding übers Telefon.

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