Hohengöhren l  Schaut man genauer hin, sieht man beispielsweise am Kiesloch und am Rentnerloch Müll, Grillkohlereste und Autospuren fast direkt bis ran ans Wasser. Darüber ärgern sich die Dorfbewohner maßlos, wie sie der Volksstimme in zwei Briefen mitteilen. Zum einen sind es die Angler, die am Wochenende bei einem großen Arbeitseinsatz wieder Ordnung geschaffen haben. Jede Menge Müll kam zusammen, den der Verein der Schönhauser Angelfreunde kostenpflichtig entsorgen muss. Jedes Jahr scheint es mehr zu werden, was da alles zusammenkommt. „Keine 24 Stunden später sah es an einigen Stellen schon wieder aus wie auf einer Deponie“, sind die Angler wütend. Augenzeugen hatten am Samstagnachmittag und -abend Feiernde gesehen. Und am Sonntag dann die Hinterlassenschaften ...

Generell sind die Hohengöhrener verärgert wegen der zahllos auch von weit her pilgernden Badegäste, die keine Rücksicht nehmen. „Kaum scheint die Sonne und wird es wärmer, sind unsere neuen Mitbürger da, um an den Hohengöhrener Gewässern zu feiern und ihren Müll zurück zu lassen. Das ärgert uns Dorfbewohner und auch die Angler, die durch Natura 2000 nun ohnehin ziemlich eingeschränkt sind. Es ist für uns Einheimische schwer zu verstehen, dass so etwas geduldet wird. Wir werden gleich zur Kasse gebeten, wenn wir unsere Autos an den Wegrand stellen, um spazieren zu gehen – Müll hinterlassen wir dabei nicht! Sind die wild Feiernden und Campenden schon mal zur Kasse gebeten worden?“ Die Dorfbewohner haben das Gefühl, „dass es sinnlos ist, die Polizei zu rufen, denn am Wochenende kommt sie nicht, auch wenn wir telefonisch auf das Grillen bei Waldbrandwarnstufe 5 hinweisen.“

Alle Badegäste über einen Kamm scheren wollen die Dorfbewohner nicht, „es gibt auch viele, die sich vernünftig verhalten. Aber die Zahl derer, denen egal ist, wie es um sie herum aussieht, scheint zuzunehmen. Wir selbst haben schon kaum mehr Freude, zum Baden ans Kiesloch zu fahren, weil es überbevölkert ist und weil man erst einmal aufräumen muss, um nicht über Müll zu stolpern.“

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Sie wünschen sich zum einen, dass die Gäste ihren Müll mit nach Hause nehmen, und zum anderen, dass Polizei und Ordnungsamt regelmäßig Kontrollen durchführen.