Magdeburg. Fußball-Regionalligist 1. FC Magdeburg kam das spielfreie Wochenende – das Derby beim HFC in Leipzig wurde auf den 24. November verschoben – nicht ungelegen, hat man doch zahlreiche Verletzte zu beklagen. Doch auch vor dem Hit gegen Spitzenreiter Chemnitzer FC (Sonntag, 13.30 Uhr, MDCC-Arena) scheint sich das Lazarett nur unwesentlich zu lichten.

Besonders schwer wiegt der Ausfall von Kapitän Daniel Bauer, der ursprünglich wieder ins Training einsteigen wollte. Doch daraus wird nichts. Die bittere Diagnose nach weiteren Untersuchungen: Der Haarriss am Schienbein ist nach wie vor nicht verheilt. Es drängt sich der Verdacht auf, dass der 28-Jährige, der am 26. September im Heimspiel gegen Hertha BSC II (1:2) auf eigenes Risiko mitgewirkt hatte, noch nicht hätte auflaufen dürfen. Unmittelbar nach der Partie war Bauer seinerzeit noch guter Dinge, doch wenig später begannen die Beschwerden. Besonders für Trainer Ruud Kaiser ist der Ausfall ein herber Verlust, hält der Holländer doch große Stücke auf Bauer und bezeichnet ihn gerne als seinen verlängerten Arm auf dem Platz.

Doch die Personalie Bauer ist nicht das einzige Handicap. Neben dem langzeitverletzten Stephan Neumann (Bänderriss, Schultereckgelenksabsprengung) müssen mit Manuel Stiefel (Haarriss im Fuß), Eddy Vorm (Wadenverhärtung), Daniel Halke (Mittelfußabsplitterung) und Patrick Bartsch (Oberschenkelzerrung) wohl weitere vier Akteure passen. Auch Eren Sen, der zuletzt in der U 23 gegen Sachsen Leipzig (2:1) aushalf, ist angeschlagen.

Sicher ist momentan nur, dass Mittelfeldakteur Tobias Becker nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre aus der Begegnung bei Energie Cottbus II ins Team zurückkehrt. So muss Kaiser wieder auf Spieler setzen, die nicht unbedingt zur Stammformation gehören, die sich aber beim jüngsten 2:0 über Meuselwitz achtbar aus der Affäre zogen.

Nichts Neues gibt es dagegen aus Havelse. Das Auswärtsspiel beim Neuling soll wie geplant am Mittwoch, 3. November, um 15 Uhr stattfinden. Kurzfristig gab es Überlegungen, die Partie auf 19 Uhr zu verlegen. Doch die Lux-Stärke der Flutlichtanlage von 280 im Wilhelm-Langrehr-Stadion in Hannover-Garbsen reicht für TV-Bilder nicht aus.