Bad Salzelmen l Auch das Salzlandmuseum will den 90. Geburtstag des gebürtigen Schönebecker Künstlers Werner Tübke begehen und hat dafür eine Sonderausstellung im Galeriegang des Museums in Bad Salzelmen zusammengestellt.

Neben sieben Lithografien von Werner Tübke sind an den Wänden des Galeriegangs aber vor allem die Bilder anderer Mitglieder des „Schönebecker Kreises“ zu sehen. Bevor er sich von Schönebeck abwandte gehörte nämlich auch Tübke diesem Kreis an.

Künstlergruppe im Mittelpunkt

Der „Schönebecker Kreis“ war eine Künstlervereinigung um die Grafikerin und Bildhauerin Katharina Heise, die in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren in Schönebeck aktiv war. Werner Tübke steht allerdings nicht allein im Mittelpunkt der Ausstellung. „Uns geht es darum, zu zeigen, dass es die Künstlergruppe in den 50er- und 60er-Jahren gab“, erklärt Museumsleiterin Petra Koch bei der Ausstellungseröffnung.

Und genau deshalb haben sich Petra Koch und Museumsmitarbeiter Frank Löbig bemüht, auch das Schaffen der anderen Künstler des Schönebecker Kreises ins Rechte Licht zu rücken. Allen voran sind in der Ausstellung Werke der Schönebeckerin Katharina Heise zu sehen. Vornehmlich im Schönebecker Elternhaus der Grafikerin und Bildhauerin trafen sich die Mitglieder der Vereinigung, um sich neben dem eigenen künstlerischen Schaffen auch der lokalen Kunsterziehung zu widmen.

Werke vom ehemaligen Museumsleiter

So zeigt die Ausstellung auch Arbeiten von Hans Oldenburger, Ewald Blankenburger, Wilfried Kiel und Günther Zenker. Zenker selbst ist mit dem Salzlandmuseum eng verbunden. Von 1991 bis 1999 leitete er des Kreismuseum Schönebeck, – das heutige Salzlandmuseum.

„Erst bei der Vorbereitung zur Ausstellung haben wir festgestellt, dass wir doch einige Werke von Künstlern des Schönebecker Kreises im Museumsbestand haben“, berichtet Frank Löbig. Da aber nicht von allen Künstlern des Schönebecker Kreises Werke im Bestand sind, werden auch Leihgaben gezeigt.

Tübke tauschte Bilder aus

Dafür, dass die sieben Tübke-Lithografien im Museumsbestand sind, hatte Werner Tübke selbst gesorgt. Weil er seine Frühwerke, die ihm später nicht mehr in sein künstlerisches Selbstbild passten, eingesammelt hat, tauschte er ein Ölgemälde, das sich im Besitz des damaligen Kreismuseums Schönebeck befand, gegen die sieben Lithographien.

Die Sonderausstellung ist ab sofort bis zum 17. November zu sehen. Sie ist im regulären Eintrittspreis zum Salzlandmuseum enthalten.