Köln (dpa) - In der Dauerdiskussion um eine mögliche Rückkehr von Zuschauern hat die Basketball-Bundesliga mehr Klarheit von Seiten der Politik gefordert.

"Natürlich steht die Gesundheit weiter über allem. Aber es wäre schon wichtig, dass allmählich mal verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, mit denen man planen kann", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz der Deutschen Presse-Agentur.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Donnerstag geeinigt, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen. Zum einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen soll eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen.

"Konzepte gibt es schon genug", sagte Holz. Man brauche Klarheit und könne sich nicht immer weiter von Monat zu Monat hangeln, sagte der BBL-Geschäftsführer. Die Basketballer wollen am 6. November in ihre neue Saison starten. Bereits am 17./18. Oktober findet der erste Vorrunden-Spieltag im BBL-Pokal statt. Ob bei diesen Pokalspielen zumindest ein paar Zuschauer dabei sein werden, ist noch unklar. "Das wird sicher von Standort zu Standort verschieden sein", sagte Holz. Die vier Vorrundengruppen werden in Vechta, Bonn, Weißenfels und Ulm ausgetragen.

Die vergangene Bundesliga-Saison hatten die Basketballer anders als der Handball und das Eishockey mit einem Zehner-Turnier ohne Zuschauer beendet.

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