Berlin (dpa/tmn) - Die größten börsennotierten Unternehmen bilden weniger Jugendliche aus. Das legt eine Analyse des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) nahe, für die Ausbildungsaktivitäten von 57 börsennotierten Firmen untersucht wurden.

Wie die Auswertung zeigt, blieb die Zahl der Auszubildenden mit etwa 47.000 Azubis pro Jahr von 2007 bis 2013 stabil. Von 2013 bis 2017 sank sie dann um etwa ein Viertel auf 35.000 Azubis. Insgesamt stellten die Unternehmen aber mehr Mitarbeiter ein.

Als Gründe für die rückläufigen Ausbildungsaktivitäten nennt das WZB zum einen die Verlagerung "von der Werkstatt ins Büro". Demnach steige der Anteil der dual Studierenden an allen Auszubildenden der untersuchten Unternehmen tendenziell. Zum anderen zeigt die Internationalisierung Auswirkungen: Seit 2007 seien Auszubildende und Studierende der untersuchten Unternehmen zunehmend im Ausland tätig. Ein dritter Grund für die rückläufige Zahl sind dem WZB zufolge branchenspezifische Entwicklungen, wie zum Beispiel die Digitalisierung im direkten Kundengeschäft von Banken oder die Dezentralisierung im Energiesektor.

Analyse des WZB im PDF

Pressemitteilung des WZB