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  7. Fiese Masche: Betrüger zocken Senior mit falschem Brief der ING DiBa ab

Phishing im Jerichower Land Senior um Tausende Euro betrogen! Betrüger haben mit gefälschtem Bankbrief Erfolg

Ein Senior im Jerichower Land ist durch einen gefälschten Brief seiner Hausbank, der ING DiBa, um viel Geld gebracht worden. So lief der Betrug ab.

Von DUR Aktualisiert: 05.02.2026, 10:29
Mit Phishing: Betrüger bringen Senior im Jerichower Land um viel Geld.
Mit Phishing: Betrüger bringen Senior im Jerichower Land um viel Geld. (Symbolfoto: dpa)

Burg. - Erst kürzlich hatte die Polizei Stendal vor Phishing-Versuchen mit gefälschten Schreiben der Volksbanken Raiffeisenbanken gewarnt. Nun ist ein 75-Jähriger im Jerichower Land dieser Betrugsmasche zum Opfer gefallen, teilt die Polizei Burg mit.

Mittels eines gefälschten Schreibens der ING DiBa sei er um mehrere Tausend Euro gebracht worden, so die Polizei. Der Mann hat am Dienstag Anzeige erstattet.

Mann aus dem Jerichower Land erhält gefälschten Brief der ING DiBa

Laut den Angaben bekam er am 30. Januar einen Brief, der aussah, als stamme er von seiner Hausbank. Darin sei er aufgefordert worden, sein Online-Banking zu aktualisieren, schildert die Polizei den Fall.

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Er habe daraufhin Kontakt aufgenommen und sei dann aufgefordert worden, sich das Programm "Any Desk" zu installieren. Die Täter gaben vor, dass es sich dabei um ein Antivirenprogramm handelt. Tatsächlich dient das Programm laut der Polizei aber dazu, dass jemand damit aus der Ferne auf Geräte zugreifen kann.

Anschließend wurde der 75-Jährige aufgefordert, zwei Summen im hohen vierstelligen Bereich zu überweisen, so die Polizei weiter. Doch statt, wie zuvor versprochen, das Geld wieder zurückzuüberweisen, sei eine Summe einbehalten worden.

Mit einem gefälschten Schreiben der ING DiBa ist ein Senior im  Jerichower Land um viel Geld betrogen worden.
Mit einem gefälschten Schreiben der ING DiBa ist ein Senior im  Jerichower Land um viel Geld betrogen worden.
(Foto: Polizei)

Betrüger buchen Geld vom Konto des Opfers ab

Später sei es den Tätern noch gelungen, eine weitere vierstellige Summe vom Konto des Mannes abzubuchen. Hierbei sei offenbar das zuvor installierte Programm "Any Desk" genutzt worden.

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Der Betrug flog auf, als der 75-Jährige seine Bank zu einem späteren Zeitpunkt unter der ihm bekannten echten Rufnummer kontaktierte. Ihm wurde dann mitgeteilt, dass die Bank keine derartigen Schreiben versandt habe. Sein finanzieller Schaden beläuft sich den Angaben zufolge auf einen Wert im unteren fünfstelligen Bereich.

Polizei warnt vor betrügerischem Schreiben

Aus gegebenen Anlass weist die Polizei darauf hin, in anonymisierten Schreiben keinesfalls Links zu öffnen oder QR-Codes zu scannen.

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"Echte Aktualisierungen von Kundendaten erfolgen ausschließlich über persönliche Anschreiben Ihrer Bank. Banken versenden keine anonymisierten oder allgemein gehaltenen Schreiben mit der Aufforderung, Daten über Links oder QR‑Codes zu bestätigen", so die Polizei.