Unehrliche Finder

Fast 15.000 Euro - Kinder gehen mit gefundenem Geld auf Shopping-Tour

Sie nahmen nach einen Taschenfund 14.900 Euro an sich und gingen damit auf Einkaufstour: Mehrere Minderjährige aus Oberbayern haben sich als ziemlich unehrliche Finder herausgestellt.

Aktualisiert: 19.05.2022, 06:34
Nach einem größeren Bargeldfund sind mehrere Jugendliche in Bayern auf Einkaufstour gegangen.
Nach einem größeren Bargeldfund sind mehrere Jugendliche in Bayern auf Einkaufstour gegangen. Symbolbild: Monika Skolimowska/dpa

Oberhaching/dpa - Ein 13-Jähriger hatte zunächst Anfang Mai in Oberhaching bei München eine herrenlose Aktentasche an einem Bahnsteig und darin ein Kuvert mit dem Geld entdeckt, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Doch statt dies zu melden, behielt der Junge das Kuvert und erzählte Schulfreunden davon. Gemeinsam hätten sie dann mit dem Geld unter anderem Schmuck, Kleidung, Essen und einen E-Roller gekauft.

Den Eltern sei schließlich aufgefallen, dass die Kinder über ihre Verhältnisse lebten, und hätten sie zur Rede gestellt. Dabei räumten die Schüler laut Polizei am Dienstag den Diebstahl ein. Ein Großteil der Einkäufe habe zurückgegeben werden können. Ein Fehlbetrag von gut 1.000 Euro sei von den Eltern aber selbst aufgebracht worden.

Der Besitzer der Tasche wurde von der Polizei ermittelt: Ein 62-Jähriger aus Sauerlach hatte sie an dem Bahnhaltepunkt vergessen. Wegen ihres Alters - alle unter 14 - könnten die Kinder strafrechtlich zwar nicht belangt werden. Zu einem klärenden Gespräch bei der Bundespolizei würden sie aber vorgeladen, hieß es.