Betrugsmasche

Anrufer versuchen Geld bei zwei Frauen aus Thale und Huy-Neinstedt zu ergaunern

Eine dreiste Betrugsmasche häuft sich. Meistens wird älteren Menschen am Telefon eine Notlage vorgespielt. So erging es gestern zwei Frauen aus dem Harz.

Wie die Beamten des Polizeireviers Harz mitteilen, häufen sich die Betrugsfälle am Telefon. Meistens wird älteren Menschen eine Notlage suggeriert. Symbolfoto:
Wie die Beamten des Polizeireviers Harz mitteilen, häufen sich die Betrugsfälle am Telefon. Meistens wird älteren Menschen eine Notlage suggeriert. Symbolfoto: dpa

Thale, Huy-Neinstedt (vs) - Zu einer dreisten Betrugsmasche kam es gestern, am Dienstag, den 8. Juni in Thale. Wie die Beamten des Polizeireviers Harz mitteilten, erhielt eine 59-jährigen Frau gegen Mittag einen Anruf von einer weiblichen Person. Die Täterin gab sich als die Tochter der Frau aus und erzählte, dass sie einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte, wobei eine dreifache Mutter ums Leben gekommen sei.

Zunächst ging die Frau davon aus, dass es sich tatsächlich um ihre Tochter handelte. Als es jedoch um die Übergabe von Geld ging, wurde die Frau misstrauisch und sagte, dass sie die Polizei informieren würde. Daraufhin wurde das Gespräch beendet. Die Frau rief ihre Tochter an, die von diesem Anruf nichts wusste.

88-Jährige aus Huy-Neinstedt soll Ersparnisse nach Wernigerode bringen

Ein weiterer Anruf erfolgte am selben Tag gegen 13.15 Uhr bei einer 88-jährigen Rentnerin in Huy-Neinstedt. Die Anruferin gab sich als Polizistin aus und berichtete der Frau, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall mit tödlichen Ausgang verursacht hätte. Gegen eine Kaution würde ihre Tochter wieder frei kommen.

Die Rentnerin wurde aufgefordert, ihre gesamten Ersparnisse nach Wernigerode zu bringen. Der älteren Frau kam dies merkwürdig vor, so dass sie das Gespräch beendete und ihre Tochter anrief. Auch hier bestätigte sich, dass es der Tochter gut geht und es zu keinem Unfall gekommen war.

Die Polizei warnt erneut davor, solche Anrufe ernst zu nehmen. Die Beamten teilen mit, dass auf Fragen nicht eingegangen werden soll. Diese hätten nur das Ziel, das Vermögen abzuschätzen und an dieses zu gelangen. Es solle kein Geld an fremde Personen übergeben werden. Die Polizei rät dazu, Verwandte und Kinder anzurufen und die Polizei darüber zu informieren.