Online-Dating

Frau aus der Börde verliert an Online-Beziehung 23.000 Euro

Eine Frau wird von einem angeblichen US Soldaten um mehrere tausend Euro betrogen. Sie hatte ihn auf Facebook kennengelernt.

Eine Frau hatte einen Mann bei Facebook kennengelernt und ihm 23.000 Euro überwiesen.
Eine Frau hatte einen Mann bei Facebook kennengelernt und ihm 23.000 Euro überwiesen. Symbolfoto: picture alliance/ dpa

Landkreis Börde (vs) - Über eine Facebook Kontaktanfrage hat eine Frau aus dem Landkreis Börde einen Mann kennengelernt. Wie die Beamten des Polizeireviers Börde mitteilten gab der Mann vor, den US Streitkräften anzugehören und in Kabul stationiert zu sein. Es entwickelte sich über Monate hinweg eine Online-Beziehung.

Doch dann benötigte der Soldat Geld, um seine Ersparnisse aus dem mehrjährigen Dienst in Afghanistan per Paket durch ein Spezialunternehmen an seine Freundin senden zu können. Das Unternehmen benötige dafür 23.000 Euro, teilte er mit. Da der Soldat zu seiner Liebsten kommen wollte, lieh sich die Frau die Summe von ihrer Bank und überwies das Geld an die benannte Firma.

Verfahren eingeleitet

Als der Mann danach noch zusätzlich mehrere tausend Euro gefordert habe, ging die Frau zur Polizei. Dort mussten die Beamten ihr leider mitteilen, dass sie sehr wahrscheinlich einem Betrug erlegen ist. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Diese Masche ist nicht neu, teilen die Beamten des Polizeireviers Börde mit. Sie wird als Love- oder Romance-Scamming bezeichnet. Der Ablauf ist immer gleich. Über eine Kontaktaufnahme über soziale Netzwerke oder Dating Portale versuchen die Täter ihre potentiellen Opfer in eine emotionale Abhängigkeit zu bringen. Oft werden die betroffenen Singles mit Liebesbekundungen oder Aufmerksamkeit überhäuft, so dass dies häufig gelingt und jegliche Warnsignale übersehen werden.

Irgendwann benötigt dann der Online Partner dringend Geld aus irgendeinem Grund. Nur zu bereitwillig wird dies dann zur Verfügung gestellt. Liebe macht bekanntlich blind! Bitte achten Sie auf Ihre Verwandten und Bekannten, wenn diese über solche Kontaktaufnahmen berichten. Bleiben Sie aufmerksam!