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Polizei räumt Partys in Berliner Parks: Gewerkschaft der Polizei fordert Konzepte

Von dpa
Flaschen liegen im Volkspark Hasenheide auf dem Boden.
Flaschen liegen im Volkspark Hasenheide auf dem Boden. Christoph Soeder/dpa/Archivbild

Berlin - Mit Blick auf ausufernde Partys in Berliner Parks hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) alternative Angebote für Jugendliche angemahnt. „Klar ist, dass die Bezirke hier in der Pflicht sind“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Man habe es leider im vergangenen Jahr versäumt, Konzepte zu entwickeln und es auch dieses Jahr nicht geschafft. Laut Jendro kommen Zugangskontrollen, Zäune und Security ab einer bestimmten Uhrzeit in Frage.

Nach wie vor rückt die Polizei wegen der Corona-Pandemie bei großen Partys aus. In der Nacht zum Sonntag hatten Tausende in der Hasenheide in Berlin-Neukölln gefeiert. Die Polizei räumte weite Teile des Parks.

Ähnliches spielte sich im kleinen James-Simon-Park gegenüber der Museumsinsel ab. Der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber forderte am Wochenende bei Twitter, dieser Park sollte dauerhaft eingezäunt werden, ab 22.00 Uhr sollte man nicht mehr reinkommen. Das spare große Polizeieinsätze, die Grünanlage könne sich erholen. Flutlichtmasten sollen laut Schreiber bei Menschen helfen, die nicht gehen wollen. Er empfahl, das Ganze als Pilotprojekt zu probieren.

Angesichts niedriger Corona-Zahlen und warmer Sommernächte hat das Nachtleben in Berlin weiter Fahrt aufgenommen. Manche weichen auf das Umland aus. In Grünheide südöstlich von Berlin löste die Polizei in den vergangenen Tagen zwei illegale Waldpartys auf.