Betrugsmasche

66-jähriger Schönebecker erhält Anruf von angeblichem Microsoft-Mitarbeiter und wird um tausende Euro betrogen

Eine besonders dreiste Betrugsmasche ereignete sich am Dienstag in Schönebeck: Ein 66-Jähriger erhielt einen Anruf von einem unbekannten Mann. Dieser gab an, Service-Mitarbeiter von Microsoft zu sein und Zugriff auf seinen Computer zu benötigen. Am Ende dauerte das Telefonat fast sechs Stunden und der Schönebecker war um mehrere tausend Euro leichter.

Ein Mann aus Schönebeck gewährte einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter Zugriff auf seinen Computer und wurde um mehrere tausend Euro betrogen.
Ein Mann aus Schönebeck gewährte einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter Zugriff auf seinen Computer und wurde um mehrere tausend Euro betrogen. Foto: imago images/Westend61/Symbolbild

Schönebeck (vs) - Ein 66-jähriger Schönebecker erhielt am Dienstag einen Anruf von einem angeblichen IT-Mitarbeiter. Der Mann soll in gebrochenem Deutsch gesprochen haben und behauptete vom Microsoft-Service zu sein. Er überredete den Senior deshalb, eine Software auf seinem Computer zu installieren, damit er Fernzugriff auf seinem PC übernehmen kann. Bei dem Telefonat erklärte der angebliche Microsoft-Mitarbeiter, dass nur so eine Hilfe für das von Hackern übernommene System möglich wäre.

Nachdem die Software dann installiert und der Zugang gewährt war, verlangte der Mann noch eine Kopie des Personalausweises und öffnete diverse Programme - unter anderem auch die Banking Software. Laut polizeilicher Pressemitteilung ging das Telefonat und Verweilen am Computer fünf bis sechs Stunden - dem Schönebecker kam das ganze Prozedere dann doch seltsam vor, weshalb er seine Bankfiliale aufsuchte.

Mehrere tausend Euro leichter - Computerfachmann muss helfen

Dort angekommen musste er feststellen, das zwischenzeitlich zwölf Abbuchung im Gesamtwert von knapp 5700 Euro vorgenommen wurden. Der Senior sperrte sein Konto und stellte noch am Dienstagabend Strafanzeige.

Der PC muss nun von einem Computerfachmann inspiziert werden, um den gewährten Zugriff dauerhaft entfernen zu können.