Brand

Gefahr mit brennendem Strohdiemen auf dem Pfingstberg Wolmirsleben gebannt

Als der bis zu zehn Meter hohe Diemen am Sonnabend in Flammen stand, richtete sich die Einsatzleitung auf mehrere Tage Brandwache ein. Mittlerweile konnten die drei Wehren vom Hof des Wolmirsleber Agrarbetriebs fahren.

Von Falk Rockmann
Die Männer und Frauen stemmen sich gegen Flammen und Spritzendruck. Anfangs wurde noch mit mehreren Tagen Einsatz gerechnet. Mittlerweile konnten die Wehren abziehen.
Die Männer und Frauen stemmen sich gegen Flammen und Spritzendruck. Anfangs wurde noch mit mehreren Tagen Einsatz gerechnet. Mittlerweile konnten die Wehren abziehen. Foto: Falk Rockmann

Wolmirsleben - Meilenweit waren die Rauchsäulen am Sonnabend zu sehen. Erst schwarz, nach Beginn des Feuerwehr-Einsatzes dann weiß gefärbt.

Auf dem Wolmirsleber Pfingstberg hatte ein Riesenhaufen mit Biosubstrat für die Pilzproduktion Feuer gefangen. Wie das Salzland-Polizeirevier mitteilte, hatte ein Mitarbeiter das sich entwickelnde Brandgeschehen entdeckt. Durch den starken Wind übertrug sich das Feuer auf einen nahen Strohdiemen.

Den drei Freiwilligen Feuerwehren Tarthun, Unseburg und Wolmirsleben blieb nichts weiter übrig, als den in Vollbrand stehenden Diemen kontrolliert abbrennen zu lassen und die benachbarten Produktionsanlagen dabei zu schützen.

Am ersten Abend waren 40 Feuerwehrleute und der Bereitschaftsdienst der Verbandsgemeinde im Einsatz.

Erfahrungsgemäß mit mehreren Tagen gerechnet

Einsatzleiter und Verbandsgemeinde-Wehrleiter Michael Kieler rechnete zu dieser Zeit aus der Erfahrung heraus mit mehreren Tagen, die der Einsatz in Anspruch nehmen würde. „Schöne Aussichten“ auf das Wochenende und erst recht für manch einen Kameraden, der in den kommenden Tagen Urlaub geplant hatte. Wie Kieler selbst. „Freiwillige Feuerwehr ist eben immer mit Entbehrungen verbunden“, bemerkt der Feuerwehr-Chef dazu nur und hebt die Schultern.

Am Montag teilte schließlich Bürgermeister Kurt Klucz-ka (CDU) auf Nachfrage mit, dass die Kameraden abgezogen werden konnten. Der Strohdiemen war so weit herunter gebrannt, dass keine Gefahr mehr bestand und sich der Agrarbetrieb mit seiner Technik selbst behelfen konnte.

Polizei: Keine Gefährdung für Bevölkerung

Die Polizei schloss eine Gefährdung der Bevölkerung durch vorübergehende Rauchentwicklung aus. Das Betriebsgelände liegt außerhalb der Ortschaft Wolmirsleben.

Der Bürgermeister erwähnte noch dankbar, dass der Schachtseebetreiber die Versorgung der Kameraden wohlwollend mit Bockwurst, Steak, Schnitzel und Getränken unterstützte.

Fazit: Die Polizei sprach von einem „40 mal 40 Meter großen Mistberg“ und 4000 Strohballen, die in Flammen aufgingen. Der Schaden sei groß, ist aber noch nicht genau beziffert. Die Kripo ermittelt.

Der gefüllte Löschteich auf dem Gelände des Agrarbetriebs erwies sich als goldwert. Die Pumpen von drei Feuerwehrfahrzeugen konnten den Erstangriff der Kameraden mit ausreichend Wasser versorgen.
Der gefüllte Löschteich auf dem Gelände des Agrarbetriebs erwies sich als goldwert. Die Pumpen von drei Feuerwehrfahrzeugen konnten den Erstangriff der Kameraden mit ausreichend Wasser versorgen.
Foto: Falk Rockmann