Bahnstrecke Berlin-Stendal

Keine Fahrkarte, dafür offener Haftbefehl: 22-Jähriger versteckt sich auf Zugtoilette

Auf dem WC des Zuges, erhoffte sich der Schwarzfahrer nicht bemerkt zu werden.
Auf dem WC des Zuges, erhoffte sich der Schwarzfahrer nicht bemerkt zu werden. dpa

Magdeburg (vs). Am Donnerstag, den 13. Mai 2021, gegen 22:12 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Magdeburg durch die Notfallleitstelle der Bahn darüber informiert, dass im ICE von Berlin nach Stendal eine Person ohne gültigen Fahrschein festgestellt wurde. Um der Kontrolle zu entgehen, versuchte er sich der junge Mann auf der Toilette des Zuges - ohne Erfolg. Er erhielt eine Fahrpreisnacherhebung vom Zugbegleiter und wurde von der Weiterfahrt ausgeschlossen.

Eine Streife des Bundespolizeireviers Stendal erwartete den besagten ICE am Ankunftsgleis in Stendal und übernahm den 22-Jährigen für alle weiteren strafprozessualen Maßnahmen. Die Prüfung seiner Identiät und Personalien im polizeilichen Fahndungssystem ergab, dass der Ägypter ohne festen Wohnsitz von der Staatsanwaltschaft Bremen seit dem 31.03.2021 per Haftbefehl gesucht wurde.

Wegen Sachbeschädigung verurteilt

Dort sei er durch das Amtsgericht wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 300 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen verurteilt worden. Der Haftbefehl erging, da der Mann weder die Geldstrafe zahlte, noch sich dem Haftantritt stellte und nach unbekannt verzogen war.

Der Gesuchte wurde festgenommen und die Bundespolizisten eröffneten ihm den Haftbefehl. Der 22-Jährige beglich seine Schulden und konnte anschließend seine Reise fortsetzen. Dennoch wird er sich nun erneut verantworten müssen, diesmal wegen der begangenen Leistungserschleichung. Darüber informierte die Bundespolizei auch die zuständige Ausländerbehörde.