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Klimaaktivisten und AfD: Mehrere versammlungsrechtliche Aktionen in Seehausen

Am 21. Mai mussten Polizeibeamte in Seehausen mehrere Versammlungen und Demonstrationen auflösen. Beteiligt waren Klimaaktivisten und Anhänger der AfD. Die Aktionen endeten mit einigen Strafverfahren.

Mehrere Polizeibeamte waren bis in den Abend im Einsatz.
Mehrere Polizeibeamte waren bis in den Abend im Einsatz. Foto: Christian Charisius/dpa

Seehausen (vs) - Am Freitagnachmittag kam es in der Hansestadt Seehausen bis in die Abendstunden zu mehreren versammlungsrechtlichen Aktionen. Bis ca. 21:00 Uhr waren die Polizeibeamten im Einsatz.

Die erste Mahnwache von Klimaaktivisten gegen den Bau der Autobahn A14 von 14:08 Uhr bis 16:30 Uhr verlief störungsfrei. An der Aktion nahmen 33 Demonstrationsteilnehmer teil. Auch die Versammlung der AfD, für den Bau der Autobahn A14, mit einer Teilnehmerzahl von 180 Personen, verlief von 18:34 Uhr bis 19:09 Uhr ebenfalls ohne Vorkommnisse.

Der Aufzug der Versammlung unter dem Motto „Für Sozial- und Klimagerechtigkeit, gegen Hass und Hetze“ mit etwa 150 Teilnehmern in der Spitze, von 18:07 Uhr bis 19:33 Uhr, verlief ebenfalls nahezu störungsfrei. Es kam, bis zur Beendigung des Aufzuges, lediglich zu zwischenzeitlichen Verkehrseinschränkungen im Stadtgebiet.

Nach Aufeinandertreffen: Polizei erfasste mehrere Verstöße

Nach der Auflösung dieser Versammlungen formierten sich in der Nähe des Bahnhofsvorplatzes zwei gegensätzliche Gruppierungen mit insgesamt etwa 100 Personen beider Lager. Die Polizei musste bis zum Abwandern beide Gruppierungen räumlich voneinander trennen. Im Nachgang kam es mehrfach im Stadtgebiet der Hansestadt zum kurzzeitigen Aufeinandertreffen einiger Kleingruppen und so auch zu verbalen Auseinandersetzungen.

Neben dem Verstoß gegen das Waffengesetz durch den Besitz eines Pfeffersprays, einer Beleidigung während der Versammlungen und zwei Sachbeschädigungen, musste die Polizei noch ein Strafverfahren wegen Nötigung aufnehmen. Körperliche Auseinandersetzungen konnten durch Polizeibeamte verhindert werden.