Vorsicht

Polizei Stendal warnt vor Telefonbetrügern

Telefonbetrüger meldeten sich gleich bei mehreren Menschen im Landkreis Stendal: Sie versuchten Anrufer einzuschüchtern und so Zugriff auf das Online-Konto der Betroffenen zu bekommen. Die Polizei warnt.

09.12.2021, 15:11
Die beste Möglichkeit bei Telefonbetrügern auf Nummer sicher zu gehen: Einfach auflegen.
Die beste Möglichkeit bei Telefonbetrügern auf Nummer sicher zu gehen: Einfach auflegen. Symbolfoto: dpa

Stendal (vs) - Gleich mehrere Menschen aus dem Landkreis Stendal wurden am Donnerstagvormittag (9. Dezember) von falschen Polizeibeamten angerufen, teilt das Polizeirevier Stendal mit. Die echten Ordnungshüter warnen davor, den Betrügern am Telefon auf den Leim zu gehen.

So hätten die unbekannten Täter mit erfundenen Geschichten versucht, den Zugriff auf das private Sparkassenkonto der Angerufen zu erlangen. So hätten sie behauptet, das Konto sei "gehackt" worden.

Die Stendaler Polizei beschreibt das Vorgehen wie folgt: So geben sich die Anrufer als Polizeibeamte aus und nennen sogar eine angebliche Identitätsnummer. Dann werde von den Betroffenen verlangt, den Zugriff auf den privaten PC freizugeben - zum Beispiel über das Internetprogramm Team-Viewer. Gelinge das, hätten die Unbekannten die Chance an sensible Daten wie Online-Banking-Zugänge oder Kreditkarteninformationen zu kommen.

Wie sich Betroffene verhalten sollen, erklärt die Polizei genau:

  • Legen Sie im Fall eines solchen Anrufs sofort auf und melden Sie die Nummer des Anrufers der Polizei.
  • Geben Sie auf keinen Fall private Daten wie z.B. Bankkonten, Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten wie PayPal heraus.
  • Erlauben Sie einem unbekannten Anrufer nie Zugriff auf ihren Rechner.
  • Die Polizei wird von Ihnen nie den Zugriff auf ihren privaten Rechner verlangen.

Wenn Sie Opfer wurden:

  • Trennen Sie ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn runter.
  • Über einen nicht infizierten Rechner sollten Sie unverzüglich Ihre Passwörter ändern.
  • Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits getätigte Zahlungen zurückholen können.
  • Melden Sie sich bei der Polizei, etwa bei der Internetwache.