Betrugsmasche

Hinterlistig: Falsche Buchhändler bringen Senioren in der Börde um ihr Vermögen

Eine neue Masche im Landkreis Börde ist zugleich eine ganz alte: Betrügerische Buchhändler bieten Senioren vermeintlich hochpreisige Bücher an. Und ziehen sie im großen Stil über den Tisch.

09.11.2022, 13:50
Betrüger haben es offenbar auf das Vermögen vor allem älterer Menschen in der Börde abgesehen. Dafür greifen sie nun auf einen alten Trick zurück. Er hat mit vermeintlich wertvollen Büchern und Haustürgeschäften zu tun. Symbolbild:
Betrüger haben es offenbar auf das Vermögen vor allem älterer Menschen in der Börde abgesehen. Dafür greifen sie nun auf einen alten Trick zurück. Er hat mit vermeintlich wertvollen Büchern und Haustürgeschäften zu tun. Symbolbild: pixabay

Wolmirstedt (vs) - Auf eine Betrugsmasche falscher Buchhändler fallen offenbar immer wieder vor allem ältere Käufer herein. Dies teilt die Polizei des Landkreises Börde mit. Und warnt eindringlich vor dem Abschluss von Haustürgeschäften.

Demnach handelt es sich bei der beschriebenen Masche offenbar um den Vertrieb von vermeintlich hochpreisigen Buchbänden, die als Wertanlage angeboten werden. Meist sollen sich solche Händler das Vertrauen zumeist gutgläubiger älterer Menschen erschleichen und  ihnen die Druckwerke zu enorm hohen Preisen verkaufen. So gelinge es den Tätern über einen längeren Zeitraum an die Ersparnisse der Menschen zu gelangen.

Betrugsmasche mit Büchern in der Börde

Nicht selten würden für die Vervollständigung dieser „exklusiven“ Buchreihen auch Kredite aufgenommen, die teilweise sogar von den vermeintlichen Händlern vermittelt werden, heißt es weiter von Seiten der Beamten. Oft handele es sich bei den angebotenen Büchern um sogenannte Faksimiles, also eine originalgetreue Nachbildung eines historisch wertvollen Werkes. Zu guter Letzt werde dann plötzlich ein ausländischer Kaufinteressent für die gesammelten Werke präsentiert. Dieser sei bereit, heißt es, einen exorbitant hohen Preis zu zahlen. Zuvor soll jedoch eine finanzielle Leistung erbracht werden.

Dann "fehle" entweder noch ein besonderes Exemplar in der Buchreihe, was unbedingt gekauft werden müsse oder es werde eine Eintragung in ein auserlesen klingendes Buchregister vorausgesetzt, beziehungsweise müssten Kautionen oder Notarkosten hinterlegt werden. Natürlich komme so ein Kauf letztendlich gar nicht zustande und die Geschädigten haben oft billige Nachdrucke für viele tausend Euro erworben, heißt es von Seiten der Polizei.

Im Zweifelsfall, raten die Beamten, sollten sich Betroffene im Fachhandel über den Wert der Bücher informieren, die Polizei bei solchen Kauf- oder Kreditangeboten an der Haustür informieren und unter keinen Umständen Informationen zu Ihren Vermögensverhältnissen preisgeben.