Blaulicht

Schüsse in Wolmirstedt: Das ist über den Fall bekannt

Weil es Streit in einem Treppenhausflur gab, rastete ein 37-Jähriger in Wolmirstedt aus. Der Drogentest war positiv.

Der Beschuldigte soll laut Polizeiangaben mehrere Schüsse abgegeben haben.
Der Beschuldigte soll laut Polizeiangaben mehrere Schüsse abgegeben haben. Symbolfoto: dpa

Wolmirstedt (vs) - Der Geschädigte, ein 21-jähriger Mann aus Wolmirstedt, befand sich im Treppenflur eines Mehrfamilienhauses in der Bahnhofstraße und traf dort auf den 37-jährigen Beschuldigten. Es kam zu einem Streitgespräch, in dessen Folge der Beschuldigte dem Geschädigten einen Faustschlag ins Gesicht versetzte und ihn die Treppe hinunterstieß. Der Geschädigte verließ daraufhin das Mehrfamilienhaus und hielt sich vor dem Haus auf. Der Beschuldigte öffnete ein Fenster im 2. OG und gab mehrere Schüsse, vermutlich mit einer Luftdruckpistole, auf den Geschädigten ab.

Aufgrund der zunächst unklaren Sachlage wurden mehrere Streifenwagen eingesetzt. Bei Eintreffen vor Ort wies der Geschädigte leichte Verletzungen an der Lippe und am Kinn auf, lehnte jedoch eine medizinische Behandlung ab. Nach Zeugenhinweisen konnte der Beschuldigte ermittelt und kurz darauf in einer Spielhalle in Wolmirstedt angetroffen und festgenommen werden. Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Person und der Wohnung konnten eine Packung Diabolos, mehrere Patronen Schreckschussmunition sowie ein Koffer für eine Schreckschusswaffe aufgefunden und sichergestellt werden. Ein durchgeführter Drogentest verlief zudem positiv auf die Einnahme von Amphetaminen.

Durch den Bereitschaftsstaatsanwalt wurde bei dem Beschuldigten die Durchführung einer Blutprobenentnahme angeordnet. Im Anschluss daran erfolgte noch eine erkennungsdienstliche Behandlung. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde der Beschuldigte aus dem Gewahrsam entlassen. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.