Blaulicht

International mit Haftbefehl gesuchter Mann geht der Polizei in Netz 

Wegen gleich mehreren Straftaten wird ein Mann in Serbien gesucht. In Bitterfeld hatten die Polizisten dann Fahndungsrfolg.

Der Mann wird in Serbien wegen mehrerer Straftaten gesucht.
Der Mann wird in Serbien wegen mehrerer Straftaten gesucht. Symbolfoto: dpa

Bitterfeld (vs) - Von Anfang an verdächtiges Verhalten ließ die Polizisten in Bitterfeld aufhorchen: Weil ein Mann beim Erblicken der Bundespolizei schnellstmöglich versuchte diverse Gegenstände in seinem Rucksack verschwinden zu lassen, fiel er den Beamten am Montag, 12. Juli, gegen 19 Uhr auf dem Bitterfelder Bahnhof auf. Die Kontrolle folgte. Der Mann gab der Polizei zum Nachweis seiner Identität eine kroatische Identitätskarte. Bei der genaueren Inaugenscheinnahme erhärtete sich der Verdacht auf eine sogenannte Totalfälschung. Auch der ebenfalls mitgeführte kroatische Führerschein bestand die Prüfung durch die Beamten nicht, berichtet die MZ.

Bei der darauffolgenden Durchsuchung des mitgeführten Rucksackes wurden laut Polizei zwei Tütchen mit vermutlich Marihuana und Speed, gefunden und gemeinsam mit den Dokumenten sichergestellt.

Der Tatverdächtige wurde zum Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld gebracht, wo die wahre Identität des Mannes ermittelt werden konnte. Beim Abgleich seiner Personalien im polizeilichen Fahndungssystem offenbarte sich, dass der Mann durch das Bundeskriminalamt zur Fahndung ausgeschrieben war.

In Serbien gesucht

"Demnach hatte Serbien einen internationalen Haftbefehl, wegen Raubes, Diebstahls, Urkundenfälschung und Betruges ausgestellt und suchte den Mann. Der Haftbefehl wurde daraufhin vollstreckt und der 43-Jährige festgenommen", schreibt die MZ dazu.

Nach Absprache mit dem Bereitschaftsdienst der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau bleibt der Mann für weitere polizeiliche Maßnahmen im Gewahrsam der Landespolizei und wird durch diese zeitnah einem zuständigen Richter vorgeführt. Zudem erwarten ihn Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Aufenthaltsgesetz.