Blaulicht

Versuchter Totschlag in Köthen: Haftbefehle gegen zwei junge Männer

Nachdem ein Mann in Köthen durch Messerstiche schwer verletzt wurde, konnte wenige Stunden später die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen. Nun gibt es neue Entwicklungen.

20.09.2021
Die Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau hat Haftbefehel erlassen.
Die Staatsanwaltschaft in Dessau-Roßlau hat Haftbefehel erlassen. Symbolfoto: dpa

Köthen (vs) - Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei kam es in den Abendstunden des 15. September im Bereich der Lohmannstraße in Köthen zu einer Auseinandersetzung zweier Personengruppen. Dabei sollen aus bislang unbekannten Gründen Personen der einen Gruppierung die andere Personengruppe angegriffen haben.  

Im Verlauf der Auseinandersetzung soll ein 19-jähriger Köthener einen 26-jährigen Mann mit einem messerähnlichen Gegenstand angegriffen haben. Dieser erlitt dabei lebensbedrohliche Verletzungen im Bereich des Oberkörpers. Er musste notoperiert werden und befindet sich derzeit außer Lebensgefahr, berichtet die Polizei.

Weiterhin soll ein 20-jähriger Tatverdächtiger aus Köthen einen 21-Jährigen mit einem schusswaffenähnlichen Gegenstand bedroht haben.   Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen kam es in den späteren Abendstunden des 15. September zum Einsatz eines Polizeihubschraubers.   In den Vormittagsstunden am Tag danach konnten unter Einsatz einer Spezialeinheit die beiden Tatverdächtigen vorläufig festgenommen werden.   Nach Aktenvorlage bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau wurde gegen beide Beschuldigte Haftantrag gestellt. Nach Vorführung bei der zuständigen Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Köthen verkündete diese Untersuchungs-Haftbefehle gegen die Beschuldigten.

Polizei sucht Zeugen

Der 19-jährige Beschuldigte wurde in eine Jugendarrestanstalt verbracht. Der Haftbefehl gegen den 20-jährigen Tatverdächtigen wurde unter Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt.   Im Rahmen von Durchsuchungsmaßnahmen und Tatortarbeit konnten mögliche Beweis- und Tatmittel fest- und sichergestellt werden.   Die Ermittlungen zu weiteren möglichen Tatverdächtigen und Opfern sowie zu den Motiven und Hintergründen der Tat dauern derzeit an.   Hinweise zu etwaigen Tätern, Opfern oder dem Tatgeschehen generell nimmt das Lage- und Führungszentrum der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau unter der Telefonnummer 0340/6000-291 und per E-Mail an lfz.pi-de@polizei.sachsen-anhalt.de) entgegen.