7 Tage bis zur Bundestagswahl

Wen soll ich wählen – der Wahl-O-Mat kann helfen

Noch eine Woche bis zur Bundestagswahl und noch immer sind viele Bürger sich unsicher, wen sie wählen sollen. Eine Hilfe kann dabei der „Wahl-O-Mat“ der Bundeszentrale für politische Bildung sein.

19.09.2021, 10:00
Der Wahl-O-Mat soll helfen, die Partei zu inden, die am besten zu einem passt.
Der Wahl-O-Mat soll helfen, die Partei zu inden, die am besten zu einem passt. Foto: Bundeszentrale für politische Bildung

Magdeburg/Halle (Saale)/DUR/dpa – In einer Woche ist Bundestagswahl: Und während die Parteien weiter um jede Stimme kämpfen, wissen viele Bürger noch immer nicht, wem sie ihre Stimme geben sollen – für diese Unentschlossenen gibt es auch bei dieser Wahl den „Wahl-O-Mat“.

Nutzer bekommen 38 politische Thesen präsentiert und können auswählen: „stimme zu“, „stimme nicht zu“ und „neutral“. Letzteres kann entweder heißen, dass man weder zustimmt noch widerspricht. Oder dass man zu der Aussage keine Meinung hat. Die eigenen politischen Haltungen werden dann mit den Positionen der Parteien abgeglichen.

Die abgefragten Thesen umfassen ein breites Themenspektrum. Aktuelle Aufreger sind dabei - etwa die Begrenzung von Mieterhöhungen und die Abschaffung des Verbrennungsmotors. Es geht um heiße Eisen wie Klimawandel und Migration. Doch es finden sich auch diverse Klassiker, die in der politischen Debatte in Deutschland schon lange auf halber Flamme köcheln, zum Beispiel die Abschaffung des Soli, eine Rückkehr der Vermögenssteuer oder die Schuldenbremse.

Welche Partei passt zu mir? Hier den Wahl-O-Mat ausprobieren!

Neu ist die Option „Tuning“. Hierbei kann man seine Positionen und Gewichtungen nachträglich ändern und sieht, wie sich das auf das Ergebnis auswirkt. Nach dem Motto: Welches Thema führt denn genau dazu, dass ich dieser oder jener Partei zuneige? Ebenfalls neu ist ein „Parteienvergleich“. Dort erfährt man, bei welchen Themen die Parteien übereinstimmen oder auseinandergehen.

Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl: Parteien liefern Begründung zu ihren Positionen

Besonders hilfreich: Unter „Begründungen“ erfahren Wählerinnen und Wähler, warum genau die Parteien einzelne Thesen begrüßen oder ablehnen. Denn jede Position lässt sich ja prinzipiell aus ganz unterschiedlichen Gründen vertreten oder kritisieren.

Dieses Feature ist auch deshalb sinnvoll, weil die Thesen allein teils unpräzise sind, was dem Format geschuldet ist. Beispiel: „Die Möglichkeiten der Vermieterinnen und Vermieter, Wohnungsmieten zu erhöhen, sollen gesetzlich stärker begrenzt werden.“ Hier bleibt offen, welche konkreten Mittel die Politik dabei haben soll.

Den Wahl-O-Mat gibt es seit 2002 vor Bundestags-, Europa- und Landtagswahlen, mittlerweile auch als Smartphone-App. Es gibt diverse Alternativen.