Wissenschaft

2,1 Millionen Euro für Jenaer Industrieforschung

Von dpa Aktualisiert: 26.11.2022, 21:53

Erfurt/Jena - Die Industrieforschung in der Universitätsstadt Jena wird vom Land mit 2,1 Millionen Euro gefördert. Die Projekte, für die Geld aus der Landeskasse fließe, sollen vor allem für Energie- und Materialeinsparungen sorgen, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Erfurt mitteilte. Die Förderzusagen seien an drei wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen gegangen. Ein weiterer Förderbescheid in Höhe von 385.000 Euro ging an das Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie (fzmb) in Bad Langensalza. Dort gehe es um ein automatisiertes Systems zur Sequenzierung von Erbinformationen.

In Jena bekommen das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung GmbH (ifw), der Innovent e.V. Technologieentwicklung Jena und das Robert-Boyle-Institut für Biowasserstoff- und Umweltforschung (RBI) Geld. Es stammt laut Ministerium von der EU.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) erklärte, „die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen haben in Thüringen eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Forschung und marktfähiger Anwendung“. Die geförderten Projekte würden in vielen Bereichen einen Beitrag dazu leisten, Energie und Material effizienter zu nutzen. Beispielsweise entwickle das ifw, das knapp eine Million Euro aus dem Topf erhalte, eine neue Anlage für die Laserbearbeitung und das Schweißen von Material, die schneller, genauer und damit sparsamer arbeite.

Laut Ministerium bestehen im Freistaat insgesamt zehn wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen mit 900 Beschäftigten und einem Umsatz von 90 Millionen Euro. Sie hätten sich im Forschungs- und Technologieverbund Thüringen (FTVT) e.V. zusammengeschlossen. Die Forschungsprofile reichten von Mikrosensorik, Medizintechnik und Biotechnologie über Fertigungstechnik, Bau- und Materialforschung, Werkstoffforschung bis zu Textil- und Kunststoffforschung sowie angewandter Wasserstoffforschung.