Abwassermonitoring soll als Corona-Frühwarnsystem dienen

Von dpa
Wasser fließt durch ein Becken der Kläranlage.
Wasser fließt durch ein Becken der Kläranlage. Arnulf Stoffel/dpa/Symbolbild

Erfurt - Für die Erforschung eines Corona-Frühwarnsystems über Abwasserproben hat Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) einen ersten Förderbescheid überreicht. Mit den rund 61.000 Euro könne die Bauhaus-Universität Weimar Laborgeräte anschaffen, die etwa DNA und RNA aus unterschiedlichen Proben filtern sollen, teilte das Wissenschaftsministerium am Dienstag mit. Gemeinsam mit dem Messtechnikunternehmen Analytic Jena wolle die Universität in einem nächsten Schritt die Voraussetzungen für ein flächendeckendes Abwassermonitoring in ganz Thüringen schaffen. Ziel sei, Proben bei kommunalen Kläranlagen und im Kanalnetz zu nehmen und zu analysieren. Damit ließen sich Corona-Ausbrüche frühzeitig erkennen und lokal eingrenzen, sagte Tiefensee. Das Land plane, das Projekt mit bis zu 370.000 Euro zu unterstützen.