Amtsärzte: Mehr Testen in der Schule statt Quarantäne

Von dpa 31.08.2021, 11:50 • Aktualisiert: 31.08.2021, 12:29
Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus.
Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Berlin - Die Berliner Amtsärzte haben in der Diskussion um neue Quarantäneregeln für Berliner Schulen vorgeschlagen, Kontaktpersonen von Infizierten stärker zu testen, aber nicht abzusondern. Am Freitag war bekannt geworden, dass sie sich darauf geeinigt hatten, nur noch Kinder und Jugendliche mit einem positiven PCR-Test in eine 14-tägige Quarantäne zu schicken. Daran gab es von vielen Seiten Kritik, nicht zuletzt von der Gesundheitsverwaltung, die die Quarantäne für Kontaktpersonen allerdings von 14 auf fünf Tage verringern möchte. Eine Kompromisslösung könnte ein forciertes Testen sein, sagte Neuköllns Amtsarzt Nicolai Savaskan am Dienstag.

Ein forciertes Testen wird von den Amtsärzten in einem Zeitraum von fünf Tagen nach dem Risikokontakt als sinnvoll eingeschätzt. Eltern von Kitakindern könnten die Option bekommen, statt des Testens ihre Kinder fünf Tage in Quarantäne zu Hause zu betreuen. Schulkindern könnte der Schulbesuch dagegen unter kontrollierten Bedingungen somit lückenlos ermöglicht werden, sagte Savaskan. Eine Quarantäne wäre bei negativen Testergebnissen vollständig zu umgehen. Der Senat berät am Dienstag über das Thema.