Bachbiennale in Corona-Jahr „für Weimar“

Von dpa
Die Noten für "Die Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach liegen auf dem Notenständer.
Die Noten für "Die Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach liegen auf dem Notenständer. Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Weimar - Die 8. Bachbiennale in Weimar wird in diesem Jahr einmalig umbenannt in Bachbiennale „für Weimar“. Das „für Weimar“ sei im doppelten Wortsinn zu verstehen, sagten die Organisatoren am Donnerstag bei der Vorstellung des Programms. Nach langer Stille gebe es vom 2. bis zum 11. Juli endlich wieder Musik für die Menschen in Weimar und Gäste der Stadt. Auch werde in diesem Jahr verstärkt mit regionalen Künstlern und Künstlerinnen gearbeitet, die von der Corona-Pandemie und den Maßnahmen zu Eindämmung des Virus schwer getroffen worden seien. 50 Veranstaltungen unter dem Motto „Bach natürlich“ sollen das Publikum an den Barockmusiker erinnern.

Das Konzert „Natürliche Perlen“ soll am 2. Juli das Festival eröffnen. Programmhighlights sind aus Sicht der Veranstalter auch das Konzert „Bach privat“ am 9. Juli mit Cembalist Andreas Staier & Ensemble sowie das Barockfest am 10. Juli im Schießhaus Weimar.

Unter dem Titel „Bach mal spontan“ erwarten das Publikum zudem bei freiem Eintritt Brunnen- und Marktkonzerte unter freiem Himmel. Neben Konzerten an Bach-Orten, Stadtführungen mit Musik und dem Barockfest sollen auch kleine Konzerte die Musik Bachs in Weimarer Kindergärten und Seniorenzentren transportieren.

Weimar war für den in Eisenach geborenen Johann Sebastian Bach (1685-1750) zweimal für längere Zeit wichtige Lebensstation: 1703 sowie von 1708 bis 1717. Als Hoforganist schrieb er dort wichtige Werke, seine ersten sechs Kinder wurden hier geboren.