Conti zwischen Corona-Erholung und Chip-Problemen

Zum ersten Quartal hatte Continental-Chef Nikolai Setzer schon „erkennbare Fortschritte“ nach dem schwierigen Vorjahr gesehen. Wo steht der zweitgrößte Autozulieferer nach der ersten Hälfte 2021?

Von dpa
Die Firmenzentrale der Continental AG.
Die Firmenzentrale der Continental AG. Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Hannover - Der Autozulieferer Continental zieht heute seine Zwischenbilanz zum ersten Halbjahr. Es wird erwartet, dass die Hannoveraner nach der empfindlichen Corona-Delle 2020 zuletzt weiter Boden gutmachen konnten. Im ersten Quartal hatte sich bereits eine Entspannung gezeigt: Der Dax-Konzern fuhr einen Nettogewinn von 448 Millionen Euro ein, ein Jahr davor hatte der Wert - kurz bevor sich die Corona-Pandemie aus Asien global ausbreitete - bei 292 Millionen Euro gestanden. Danach war das Ergebnis zwischenzeitlich abgestürzt.

Mittlerweile ist die Nachfrage in weiten Teilen des Autogeschäfts zurück, viele Bestellungen hatten sich während der Krisenmonate mit Schließungen und Produktionsunterbrechungen aufgestaut. Wie den Abnehmern aus der Autoindustrie und etlichen anderen Zulieferern machen jedoch auch Conti die fehlenden Mikrochips zu schaffen.

Zu Beginn dieses Jahres hatten die Märkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge besonders in China wieder zugelegt. Einen neuen Dämpfer könnte es dort nun wegen Chip-Lieferausfällen aus Malaysia geben. Das Fahrzeuggeschäft in Europa und Nordamerika war vor einigen Monaten noch etwas schwächer, Autobauer meldeten jüngst aber mehr Verkäufe.