Diakonie: „Kriterienmix“ in Corona-Pandemie entwickeln

Von dpa

Hannover - Die Diakonie in Niedersachsen hat sich für einen „sinnvollen Kriterienmix“ zur Bewertung der Lage in der Corona-Pandemie ausgesprochen. Dieser müsse mit wissenschaftlichen Experten eng abgestimmt und entwickelt werden, um „ohne größere Einschränkungen durch Herbst und Winter zu kommen“, sagte Hans-Joachim Lenke, Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, am Mittwoch nach den Beratungen von Bund und Ländern über die Corona-Strategie. „Es muss in diesem Jahr gelingen, Kindertagesstätten und Schulen offen zu halten, um weitere Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen zu vermeiden.“

Die Diakonie begrüße die Entscheidung der Bund-Länder-Konferenz, „dass ein neuer Lockdown vermieden, aber zugleich die Testpflicht für Zusammenkünfte beibehalten werden soll“, sagte Lenke. „Für den kommenden Herbst und Winter sollte es zu keinen Einschränkungen des Besuchsrechts in den Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen kommen.“

Gleichzeitig müssten besonders verletzliche Personengruppen wie Ältere und Pflegebedürftige ausreichend geschützt werden: „Das bedeutet also, wir brauchen Vorkehrungen in unseren Pflegeeinrichtungen, die weiterhin dafür sorgen, dass das Virus nicht in die Häuser getragen wird.“ Der beste Schutz vor der Infektion sei der vollständige Impfschutz auf beiden Seiten. „Wer nicht geimpft werden kann oder will, wird sich weiterhin vor einem Besuch testen lassen müssen, und sei es auf eigene Kosten“, sagte er.