DLRG warnt: Baden in Flüssen und unbekannten Gewässern

Von dpa
Ein DLRG-Mitarbeiter schaut durch ein Fernglas.
Ein DLRG-Mitarbeiter schaut durch ein Fernglas. Frank Molter/dpa/archivbild

Eckernförde - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Schleswig-Holstein warnt angesichts mehrerer tödlicher Badeunfälle in den vergangenen Tagen an Flüssen und Seen vor den Risiken beim Schwimmen in solchen Gewässern. Unter anderem der vom Schiffsverkehr verursachte Sog und der Wellenschlag machten das Schwimmen in Flüssen in der Nähe von Schifffahrtswegen gefährlich, sagte der DLRG-Landesgeschäftsführer Thies O. Wolfhagen, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu kommen unterschiedlich starke - und in der Elbe wegen der Tiede auch noch wechselnde - Strömungen. „Das macht es besonders gefährlich.“

Auch das Baden in Seen sollte nach Ansicht Wolfhagens nicht unterschätzt werden. So müsse mit Hindernissen unter Wasser wie Pflanzen gerechnet werden, die nicht immer von der Oberfläche aus zu sehen seien. Das Tauchen oder Schwimmen in einem Algenteppich könne zu Panik führen oder man könne sich darin verfangen.

Badende sollten sich daher immer zuerst informieren, wie es mit Bewuchs, Steinen und der Wassertiefe aussieht. So gibt es in künstlichen Seen, etwa in alten Kiesgruben zum Teil steile Abbruchkanten. Gerade für ungeübte Schwimmer sei es schwer, wenn sie plötzlich den Boden unter den Füßen verlören. Auch den Einfluss von starken Temperaturunterschieden auf den Körper in Gewässern mit unterschiedlichen Tiefen sollte man ernst nehmen, wie Wolfhagen sagte.