Ermittler werfen Linksextremistin weitere Gewalttat vor

Von dpa
Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens. Friso Gentsch/dpa

Karlsruhe - Eine bereits angeklagte mutmaßliche Linksextremistin aus Leipzig muss sich wegen eines weiteren Überfalls auf einen Mann aus der rechten Szene vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft hat gegen die junge Frau inzwischen noch eine Anklage wegen einer Tat Anfang Oktober 2018 erhoben, wie die Karlsruher Behörde am Montag mitteilte. Die Frau, die eine Gruppe militanter Linker in Leipzig angeführt haben soll, sitzt seit Anfang November in Untersuchungshaft. Ihr und drei mitangeklagten Männern soll am Oberlandesgericht Dresden der Prozess gemacht werden.

Die vier sollen zu einer größeren militant-linksextremistischen Gruppe gehört haben, die die Ermittler als kriminelle Vereinigung einstufen. Ihre Mitglieder sollen gezielt Personen aus der rechten Szene überfallen und brutal zusammengeschlagen haben. Manche Opfer wurden potenziell lebensbedrohlich verletzt. Bei dem Vorfall, der nun noch dazugekommen ist, war ein Mann im Leipziger Stadtteil Gohlis am frühen Morgen beim Verlassen seiner Wohnung von vier Angreifern zu Fall gebracht, geschlagen und getreten worden. Laut Mitteilung erlitt er Verletzungen im Gesicht und einen Kniescheibenbruch. Die Frau ist nach früheren Medienberichten eine Studentin Mitte zwanzig.