Spielerzufriedenheit

Füchse Berlin und das Luxusproblem

Von dpa Aktualisiert: 23.09.2022, 12:11
Stefan Kretzschmar, Sportvorstand des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin.
Stefan Kretzschmar, Sportvorstand des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin. Ronny Hartmann/dpa/Archivbild

Berlin - Die Füchse Berlin haben zu Saisonbeginn ein kleines Luxusproblem. Sportlich gibt es in der Handball-Bundesliga keine Sorgen. Nach dem ungefährdeten 37:26-Heimsieg am Donnerstagabend gegen Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen führen die Füchse die Tabelle an. Der Blick der Verantwortlichen geht deshalb eher in eine andere Richtung.

„Das einzige, worüber wir uns Sorgen machen müssen, das sind die Spielanteile und die Zufriedenheit unserer Spieler“, sagte Vorstand Sport Stefan Kretzschmar. Denn zu Saisonbeginn ist der Spielplan noch nicht so eng, der Kader umfasst aber 16 Spieler - und alle wollen spielen. „Die wollen wir auch alle einsetzen, weil wir sie später vielleicht irgendwann einmal brauchen werden“, sagte Trainer Jaron Siewert.

Der Füchse-Coach wechselte deshalb in allen Spielen viel durch. Der eine oder andere sieht sich da offenbar für zu kurz gekommen. „Wir sind Spezialisten in Körpersprache deuten. Wir wissen durchaus mittlerweile, wie unsere Spieler aussehen, wenn sie zufrieden oder nicht ganz so zufrieden sind“, sagte Kretzschmar über sich und den Trainer.

Dabei ist die Breite durchaus die Stärke der Berliner. Das soll sich vor allem im Laufe der Saison auszahlen. „Mal sehen, ob wir da Pluspunkte haben“, sagte Fabian Wiede. Der Nationalspieler scheint einer zu sein, der sich sogar Pausen wünscht. „In den letzten Jahren musste ich immer viel spielen. Deshalb ist jetzt schön, Mathias Gidsel zu haben. Um zu wissen, dass ich da meine Pausen bekommen werde“, sagte er.

Das Problem dürfte sich ohnehin in den nächsten Wochen lösen. Nach der Länderspielpause verdichtet sich wieder der Spielplan. Murrende Spieler erwartet Kretzschmar dann nicht mehr. „Da werden noch so viele Spiele vor uns liegen, dass auch das sich demnächst bei unseren Spielern in Grenzen halten wird“, sagte er. Das sieht auch Siewert so: „Dann kommen die Spiele im Drei-Tages-Rhythmus und dann ist jeder froh, dass er auch mal eine Pause kriegt.“