Für den Blick tief unter die Erde: Labor in Potsdam eröffnet

Von dpa

Potsdam - Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit ist am Montag das neue Labor des Deutschen Geoforschungszentrums (GFZ) auf dem Potsdamer Telegrafenberg eröffnet worden. Die zur Helmholtz-Gemeinschaft gehörende Forschungseinrichtung werde in den neuen Räumlichkeiten mit dem Namen „GeoBioLab“ unter anderem die Wechselwirkungen von tief unter der Erde lebenden Organismen mit dem Klima untersuchen, teilte das brandenburgische Wissenschaftsministerium mit. In der Tiefe vorkommende Organismen haben etwa Auswirkungen auf die Bildung und Zersetzung von Methangas, das in Permafrostböden eingeschlossen ist.

„Wenn wir den geologischen Untergrund nutzen wollen, und das müssen wir für die Energiewende und den Klimaschutz, dann müssen wir genau verstehen, wie die Wechselwirkungen zwischen Gestein, Leben und Klima ablaufen“, sagte Niels Hovius, kommissarischer wissenschaftlicher Direktor des GFZ.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Michael Meister, Brandenburgs Forschungsministerin Manja Schüle (SPD) und der Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) betonten die Bedeutung des neuen Labors für Brandenburg und Potsdam als Wissenschaftsstandort. Das neue „GeoBioLab“ hat den Angaben zufolge rund 16,1 Millionen Euro gekostet und steht auf einer Grundfläche von rund 3800 Quadratmetern.