Gewalttat im Oberlinhaus: Ermittlungen dauern an

Ende April solle eine Pflegekraft vier Bewohner eines Potsdamer Wohnheims für behinderte Menschen getötet haben. Die Tat versetzt die Stadt in Schrecken. Wochen danach ist weiter vieles unklar.

Von dpa
Eine Frau betrachtet vor dem Oberlinhaus die Blumen und Beileidsbekundungen.
Eine Frau betrachtet vor dem Oberlinhaus die Blumen und Beileidsbekundungen. Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Potsdam - Mehr als vier Wochen nach der Gewalttat in einem Potsdamer Wohnheim für Menschen mit Behinderungen gehen die Ermittlungen zum Hintergrund der Tat weiter. Die 52-jährige tatverdächtige Pflegekraft habe sich bislang nicht zum Tatvorwurf geäußert, sagte Wilfried Lehmann, Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft Potsdam. Die Frau ist demnach weiterhin in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Sie wird durch einen Anwalt vertreten.

In dem Wohnheim der diakonischen Einrichtung Oberlinhaus waren am 28. April vier Männer und Frauen im Alter zwischen 31 und 56 Jahren getötet und eine Bewohnerin schwer verletzt worden. Das Motiv für die Tat ist weiter unklar. „Die Ermittlungen laufen“, sagte Lehmann.