Energiefrage

Grüne Hamburg: Bei Atomkraft nach Fakten entscheiden

Von dpa Aktualisiert: 07.10.2022, 14:03
Julia Willie Hamburg, Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl in Niedersachsen.
Julia Willie Hamburg, Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl in Niedersachsen. Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Hannover - Die niedersächsische Grünen-Politikerin Julia Willie Hamburg will beim weiteren Kurs bei der Atomkraft auf der Grundlage von Fakten und der Realität entscheiden. „Wir wissen: Bei Atomkraft ist vor allem das Risiko sicher“, sagte sie am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Aber Deutschland sei von fossilen Energien noch immer abhängig, vor allem Süddeutschland habe wenig erneuerbare Energie ausgebaut. „Und deswegen brauchen wir für die Netzstabilität vielleicht - das ist ja noch nicht entschieden - in einer Notsituation diese beiden Atomkraftwerke.“ In Niedersachsen wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte kürzlich gesagt, nach derzeitigem Stand gehe sein Ministerium davon aus, dass man die „Reserve“ ziehen werde und die Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim im ersten Quartal 2023 weiter am Netz sein werden. Sie sollten wie das Atomkraftwerk Emsland in Niedersachsen eigentlich Ende des Jahres vom Netz gehen.

In der Frage des eigenen Energiesparens sagte sie: „Ich heize immer noch nicht - es wird ja zunehmend kälter im Haus.“ Außerdem seien alle Standby-Geräte „konsequent“ abgeschaltet - und ein Auto fahre sie auch nicht: „Wir leben ohnehin schon mit wenig Energie.“